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Referenz für ArcGIS Data Store-Dienstprogramme

Die mit ArcGIS Data Store installierten Dienstprogramme stellen Werkzeuge bereit, mit denen der Data-Store-Administrator die Data Stores verwalten kann. Auf dieser Seite werden die Dienstprogramme beschrieben und die Syntax und Beispiele bereitgestellt.

Alle Dienstprogramme müssen auf dem ArcGIS Data Store-Computer ausgeführt werden. Sie finden die Dienstprogramme im Verzeichnis <ArcGIS Data Store installation directory>/datastore/tools.

Unterstützung zur Syntax erhalten Sie, wenn Sie den Namen des Dienstprogramms, gefolgt von --help, eingeben.

allowconnection

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "relational" verwendet.

Aus Sicherheitsgründen werden alle Verbindungen zum Data Store standardmäßig über die GIS Server-Site hergestellt. Wenn Sie einen Data Store vom Typ "relational" für Verbindungen von einem zusätzlichen Computer öffnen möchten, können Sie das Dienstprogramm "allowconnection" verwenden.

Das Dienstprogramm "allowconnection" kann nur auf dem primären Computer des Data Store vom Typ "relational" ausgeführt werden.

Syntax

allowconnection <host name> <username> [<database>]

Geben Sie den Namen des Computers, der eine Verbindung zum Data Store vom Typ "relational" herstellen darf (Hostname), sowie eines der vom Data Store verwendeten Datenbankkonten (Benutzername) an: entweder den Data-Store-Administrator, Replikatbesitzer, Geodatabase-Administrator oder den verwalteten Benutzer (derjenige, der Feature-Layer-Daten veröffentlicht). Diese können Sie mithilfe des Dienstprogramms "listadminusers" oder "listmanageduser" abrufen. Sie können auch den Namen des primären Data Store vom Typ "relational" angeben, doch da nur einer vorhanden ist, ist dieser Wert optional.

Beispiel

In diesem Beispiel ist eine Verbindung vom workcom-Computer zum Data Store vom Typ "relational" zulässig, wenn die Verbindung über den verwalteten Benutzer hqo.n_1E7 hergestellt wird.

./allowconnection.sh workcom hqo.n_1E7

backupdatastore

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Mithilfe des Dienstprogramms "backupdatastore" können Sie zwischen die geplanten Sicherungszeiten eine Sicherung des Data Store vom Typ "relational" einschieben. Verwenden Sie dieses Dienstprogramm, um eine vollständige Sicherung manuell zu erstellen, bevor Sie den Data Store aktualisieren oder viele Änderungen am Data Store vornehmen.

Wenn Sie das Dienstprogramm "backupdatastore" für einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" nach dem Einrichten eines Sicherungsspeichers erstmalig ausführen, werden von allen vorhandenen Datenbanken des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" Sicherungskopien erstellt. Anschließend werden mit dem Dienstprogramm "backupdatastore" Sicherungskopien von allen Datenbanken des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" erstellt, die seit der letzten Ausführung des Dienstprogramms erstellt wurden.

Wenn Sie das Dienstprogramm "backupdatastore" nach der Einrichtung eines Sicherungsspeichers zum ersten Mal für einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausführen, wird eine vollständige Sicherung erstellt. Da Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" sehr groß sein können, werden mit dem Dienstprogramm "backupdatastore" später nur noch Sicherungsdateien erstellt, die die Änderungen seit der anfänglichen vollständigen Sicherung beinhalten.

Mit dem Dienstprogramm "backupdatastore" wird eine vollständige Sicherung des Objektspeichers für Videoservicedaten erstellt. Abfrage-Caches für Feature-Layer sind in der Sicherungsdatei nicht enthalten.

Das Dienstprogramm "backupdatastore" kann auf dem primären Computer des Data Store vom Typ "relational" ausgeführt werden. Dieses Dienstprogramm kann auf jedem Computer ausgeführt werden, der Mitglied Ihres Data Store vom Typ "Kachel-Cache" oder Ihres Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ist.

Vergewissern Sie sich in jedem Fall, dass der Sicherungsspeicher groß genug ist, um Ihre Sicherungen aufzunehmen. Um Data-Store-Sicherungsspeicher zu ändern, verwenden Sie das Dienstprogramm configurebackuplocation.

Weitere Informationen zu ArcGIS Data Store-Sicherungen finden Sie unter Verwalten von Data-Store-Sicherungen.

Syntax

backupdatastore [<backup file name>] [--store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}] [--location <backup_arguments>] [--prompt {yes | no}]

Die Argumente für den Parameter --location, die durch ein Semikolon (;) getrennt werden müssen, lauten folgendermaßen:

  • type=: Gültige Typen sind fs (Dateifreigabe), s3 (Amazon Simple Storage Service (S3)-Bucket) oder azure (Microsoft Azure BLOB-Speichercontainer).
  • name=: Wenn Sie den für den Data Store konfigurierten Sicherungsspeichern Namen zugewiesen haben, können Sie mithilfe dieses Namens angeben, wo die Sicherungsdateien erstellt werden sollen, wenn das Dienstprogramm "backupdatastore" ausgeführt wird.
  • location=: Wenn Sie keinen Namen für den Sicherungsspeicher angegeben haben, müssen Sie type und location der Sicherung festlegen. Geben Sie für Dateifreigaben den Dateipfad an. Geben Sie für S3-Buckets den Bucket-Namen an. Geben Sie für Azure BLOB-Speichercontainer den Container-Namen an.

Beispiele

In diesem Beispiel wird eine Komplettsicherungsdatei mit dem Namen "project1bu" in dem Sicherungsspeicher erstellt, den Sie mithilfe des Dienstprogramms "backupdatastore" für den Data Store angegeben haben. Für Data Stores vom Typ "relational" werden Sicherungen standardmäßig erstellt. Deswegen wird im folgenden Beispiel eine Sicherung des Data Store vom Typ "relational" erstellt.

./backupdatastore.sh project1bu

You are going to back up the data store. This could take some time, depending on the size of your data store.
Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

In diesem Beispiel wird eine Sicherungsdatei namens "localbu5" für den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" in einer Dateifreigabe erstellt, der Sie bei der Konfiguration des Sicherungsspeichers den Namen "gadbu" gegeben haben.

./backupdatastore.sh localbu5 --store spatiotemporal --location 'name=gadbu'

You are going to back up the data store. This could take some time, depending on the size of your data store.
Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

In diesem Beispiel wird eine Sicherung eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" in einem Azure BLOB-Speichercontainer namens "blob4backups" erstellt. Dabei wird eine Sicherungsdatei mit dem Namen "spds311016" erstellt:

./backupdatastore.sh spds311016 --store spatiotemporal --location 'type=azure;location=blob4backups'

You are going to back up the data store. This could take some time, depending on the size of your data store.
Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

changebackuplocation

Vorversion:

Das Dienstprogramm "changebackuplocation" wird von Esri nicht mehr unterstützt. Es ist weiterhin vorhanden, damit vorhandene Skripte noch funktionieren. Verwenden Sie das Dienstprogramm configurebackuplocation.

changedatastoremode

Dieses Dienstprogramm wird mit Big Data Stores vom Typ "relational" und "spatiotemporal" verwendet.

Mithilfe des Dienstprogramms "changedatastoremode" können Sie einen Data Store vom Typ "relational" in den schreibgeschützten Modus versetzen, während der Data Store gewartet wird. Wenn Sie beispielsweise eine Wartungsaufgabe ausführen müssen, die einen Neustart des Data Store bewirkt, z. B. die Verlegung des Sicherungsspeichers auf ein anderes Laufwerk oder die Änderung von Datenbankeigenschaften, können Sie den Data Store vom Typ "relational" in den schreibgeschützten Modus versetzen, um sicherzustellen, dass während des Neustarts des Data Store keine Daten veröffentlicht oder bearbeitet werden.

Das Dienstprogramm "changedatastoremode" wird außerdem verwendet, um den Data Store vom Typ "relational" wieder in den Lese-/Schreibmodus zu versetzen, nachdem Sie die Wartung beendet haben bzw. nachdem Sie auf dem primären Data-Store-Computer genügend Speicherplatz hinzugefügt haben, damit der Data Store im Lese-/Schreibmodus ordnungsgemäß funktioniert.

Das Dienstprogramm "changedatastoremode" muss auf dem primären Computer des Data Store vom Typ "relational" ausgeführt werden, nicht auf dem Standby-Computer.

Hinweis:

Wenn ArcGIS Data Store den Data Store vom Typ "relational" in den schreibgeschützten Modus versetzt, weil nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist, werden außerdem automatische Sicherungen deaktiviert, damit diese nicht noch mehr Speicherplatz belegen. Nachdem Sie den Data Store vom Typ "relational" wieder in den Lese-/Schreibmodus versetzt haben, müssen Sie deswegen den Plan für automatische Sicherungen mithilfe des Dienstprogramms updatebackupschedule zurücksetzen.

Wenn der Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" nicht mehr genügend freien Festplattenspeicher hat, versetzt ArcGIS Data Store ihn in den schreibgeschützten Modus, um eine Datenbeschädigung zu vermeiden. Sie können das Dienstprogramm "changedatastoremode" verwenden, um einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" in den Lese-/Schreibmodus zurückzuversetzen, nachdem Sie den Computern des Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausreichenden Festplattenspeicher hinzugefügt haben.

Syntax

changedatastoremode {readonly | readwrite} [--prompt {yes | no}] --store {relational | spatiotemporal}

Beispiele

In diesem Beispiel wird der Data Store vom Typ "relational" wieder in den Lese-/Schreibmodus versetzt. Das heißt, Clients können Aktivitäten wie das Veröffentlichen von gehosteten Feature-Layern in ArcGIS Enterprise, das Bearbeiten von Daten über einen gehosteten Feature-Layer oder das Hinzufügen von CSV-Dateien in "Map Viewer" wieder aufnehmen.

./changedatastoremode.sh readwrite --store relational --prompt no

Um einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" in den Lese-/Schreibmodus zu versetzen, geben Sie wie in dem folgenden Beispiel spatiotemporal mit der Option --store an:

./changedatastoremode.sh readwrite --prompt no --store spatiotemporal

changedbproperties

Dieses Dienstprogramm wird mit Big Data Stores vom Typ "relational", "Kachel-Cache" und "spatiotemporal" verwendet.

Mit dem Dienstprogramm "changedbproperties" können Sie abhängig vom Typ des Data Store, für den Sie es ausführen, verschiedene Eigenschaften ändern.

Syntax

changedbproperties --store {relational | tileCache | spatiotemporal} [configuration options]

Die folgenden Konfigurationsoptionen werden unterstützt:

  • disk-threshold-readonly: Wird nur mit dem Data Store vom Typ "relational" verwendet.

    Mit dieser Einstellung wird gesteuert, wann ein Data Store vom Typ "relational" in den schreibgeschützten Modus versetzt wird, um Datenverlust aufgrund von nicht genügendem Speicherplatz zu vermeiden. Geben Sie Größenwerte in MB an. Der Standardwert für den Speicherplatz beträgt 1024 MB.

  • max-connections: Wird nur mit dem Data Store vom Typ "relational" verwendet.

    Mit diesem Parameter geben Sie die maximale Anzahl der für einen Data Store vom Typ "relational" zulässigen Verbindungen an. Data Stores vom Typ "relational" akzeptieren standardmäßig bis zu 150 Verbindungen. Mithilfe der Eigenschaft --max-connections des Dienstprogramms "changedbproperties" lässt sich die Anzahl der zulässigen Verbindungen anpassen.

    Bedenken Sie bei der Ermittlung des Verbindungsbedarfs Ihres Data Store, dass für interne Prozesse in ArcGIS Data Store bis zu fünf Verbindungen benötigt werden. Berücksichtigen Sie außerdem, wie viele parallele Verbindungen Ihr ArcGIS Data Store-Computer bei gleichbleibend guter Performance akzeptieren kann. Wenn der Computer, auf dem ArcGIS Data Store ausgeführt wird, nur über einen begrenzten Speicherplatz verfügt, müssen Sie die zulässige Zahl der Verbindungen beschränken.

    Die angegebene Anzahl darf nicht kleiner als 10 sein. Wenn Sie die maximale Anzahl zulässiger Verbindungen ändern, wird diese sowohl auf dem primären Computer als auch auf dem Standby-Computer der Data Stores geändert. Dieser Parameter wird nicht für Big Data Stores "spatiotemporal" oder Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" unterstützt.

  • pitr: Wird nur mit dem Data Store vom Typ "relational" verwendet.

    Mit dieser Einstellung wird festgestellt, ob in ArcGIS Data Store inkrementelle Sicherungen für den Data Store vom Typ "relational" erstellt werden. Dadurch ist es Ihnen möglich, den Data Store vom Typ "relational" für einen bestimmten Zeitpunkt wiederherzustellen. Mögliche Eingaben für diese Option lauten enable oder disable. Die Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt ist standardmäßig deaktiviert.

    Hinweis:

    Wenn Sie das Dienstprogramm "webgisdr" zur Erstellung von inkrementellen Sicherungen Ihrer ArcGIS Enterprise-Bereitstellung verwenden möchten, müssen Sie die Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt aktivieren.

  • enablessl: Wird nur mit den Data Stores vom Typ "relational" und "Kachel-Cache" verwendet.

    Mit diesem Parameter wird die Verwendung des Protokolls Transport Layer Security (TLS) beim Füllen des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" sowie für die Kommunikation zwischen dem Data Store vom Typ "relational" und dem Hosting-Server gesteuert.

    Für den Parameter enablessl werden die folgenden Argumente unterstützt:

    • true: Dies ist die Standardeinstellung. Das bedeutet, dass das Protokoll Transport Layer Security beim Schreiben von Szenen-Layer-Daten in den Data Store vom Typ "Kachel-Cache" verwendet wird, wenn Sie --store tileCache angeben, und bei der Kommunikation zwischen dem Data Store vom Typ "relational" und dem Hosting-Server, wenn Sie --store relational angeben.
    • false: Legen Sie false und --store tileCache fest, wenn beim Schreiben von Daten in den Data Store vom Typ "Kachel-Cache" HTTP-Kommunikation verwendet werden soll. Geben Sie false und --store relational an, damit bei der Kommunikation zwischen dem Hosting-Server und dem Data Store vom Typ "relational" HTTP verwendet wird.
  • heap-size: Wird nur mit dem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" verwendet.

    Verwenden Sie diesen Parameter, um die Größe des Heap-Speichers (in MB) zu ändern, die vom Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" verwendet wird. Standardmäßig nutzt dieser Data-Store-Typ beim Start die Hälfte des RAM des Computers (bis zu 70 Prozent freier RAM). Sie können die Heap-Größe in einen Wert zwischen 512 MB und 32.000 MB ändern. Sie müssen jedoch darauf achten, dass die angegebene Größe die auf dem Computer verfügbare Größe nicht übersteigt.

  • rebalance: Wird nur mit dem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" verwendet.

    Dieser Parameter ist standardmäßig auf true festgelegt. Dies bedeutet, dass Daten in einem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" Daten auf andere Computer verteilen, wenn einer der Computer nicht verfügbar ist. Falls ein Computer des Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" gewartet werden muss, beispielsweise bei einem Upgrade, können Sie den Neuausgleich vorübergehend abschalten, indem Sie diesen Parameter auf false setzen. Der Neuausgleich wird für die im Parameter max-rebalance-off festgelegte Anzahl von Minuten ausgesetzt.

  • max-rebalance-off: Wird nur mit dem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" verwendet.

    Dieser Parameter kommt zum Einsatz, wenn der Parameter rebalance auf false festgelegt wird. Standardmäßig ist max-rebalance-off auf 60 Minuten eingestellt. Wenn Sie also den Neuausgleich vorübergehend ausgeschaltet haben, wird er nach 60 Minuten wieder aufgenommen. Sollten Sie für die Wartungsaufgabe mehr bzw. weniger Zeit benötigen, können Sie die Zeiteinstellung für den ausgesetzten Neuausgleich im Parameter max-rebalance-off ändern.

  • prompt: Wenn Sie dieses Dienstprogramm ausführen, werden Sie dazu aufgefordert, den angegebenen Vorgang zu bestätigen. Wenn Sie die Verwendung dieses Dienstprogramms automatisieren, setzen Sie den Parameter "prompt" auf "no", da sonst das Skript erst dann fortgesetzt wird, wenn Sie auf die Eingabeaufforderung reagiert haben.

Beispiele

Die folgenden Abschnitte enthalten Beispiele zur Verwendung der Optionen, die mit dem Dienstprogramm "changedbproperties" verfügbar sind.

Ändern des schreibgeschützten Schwellenwerts für den Data Store vom Typ "relational"

Der Data Store vom Typ "relational" wird standardmäßig in den schreibgeschützten Modus versetzt, wenn weniger als 1.024 MB Speicherplatz verfügbar ist. Im folgenden Beispiel schreiben andere Apps auf den Computer. Der Administrator konfiguriert daher, dass der Data Store vom Typ "relational" früher in den schreibgeschützten Modus versetzt wird: sobald der freie Speicherplatz auf dem Computer unter 4.000 MB liegt:

./changedbproperties.sh --store relational --disk-threshold-readonly 4000

You are changing the following database properties:
         ...disk space threshold to change relational data store into READONLY mode to 4000MB)

Changing database configurations could cause the database to restart. Please do not interrupt the process once it has started.

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Ändern der zulässigen Anzahl von Verbindungen mit dem Data Store vom Typ "relational"

In diesem Beispiel ist die für einen Data Store vom Typ "relational" maximal zulässige Anzahl an Verbindungen auf 100 gesetzt:

./changedbproperties.sh --store relational --max-connections 100

You are changing the following database properties:
         ...max number of connections to 100 (on all relational data store machines)

Changing database configurations could cause the database to restart. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

Aktivieren der Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt für den Data Store vom Typ "relational"

Standardmäßig ist die Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt deaktiviert. In diesem Beispiel wird die Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt für den Data Store vom Typ "relational" aktiviert:

./changedbproperties.sh --store relational --pitr enable

You are changing the following database properties:
         ...enable point-in-time recovery for relational store

Changing database configurations could cause the database to restart. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

SSL deaktivieren

Standardmäßig kommuniziert der Data Store vom Typ "relational" mit dem Hosting-Server über HTTPS. In diesem Beispiel wird der Parameter enablessl verwendet, um den Data Store vom Typ "relational" so zu konfigurieren, dass er mit dem Hosting-Server über HTTP kommuniziert.

./changedbproperties.sh --store relational --enablessl false

You are changing the following database properties:
         ...disable ssl for relational store

Changing database configurations could cause the database to restart. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

Ändern der Heap-Größe für den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal"

Standardmäßig nutzt der Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" beim Start die Hälfte des RAM des Computers (und 70 Prozent des freien RAM). Durch Verringern der Heap-Größe kann verhindert werden, dass der Data Store startet. Wenn Sie die Heap-Größe erhöhen, geben Sie keine Zahl über der verfügbaren RAM-Größe des Computers an.

In diesem Beispiel ist die Heap-Größe auf 1.600 MB festgelegt.

./changedbproperties.sh --store spatiotemporal --heap-size 1600

You are changing the following database properties:
         ...heap size for spatiotemporal store to 1600MB (on current machine)

Changing database configurations could cause the database to restart. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

Unterbrechen der Neuverteilung für den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal"

In diesem Beispiel muss der Administrator eine kurze Wartungsprozedur auf einem Computer im Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" durchführen und möchte die Neuverteilung durch den Data Store verhindern. Dazu werden die Optionen rebalance und max-rebalance-off verwendet, um die Neuverteilung für 30 Minuten zu unterbrechen. Nach 30 Minuten ändert der Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" rebalance automatisch in "true".

Da dies regelmäßig erfolgen muss, speichert der Administrator die folgende Anweisung in einem Skript und legt die Option "prompt" auf "no" fest.

./changedbproperties.sh --store spatiotemporal --rebalance false --prompt no
./changedbproperties.sh --store spatiotemporal --max-rebalance-off 30 --prompt no

changeloglocation

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Wenn der Data Store die Fehlerprotokolldatei nicht am standardmäßigen Speicherort <ArcGIS Data Store directory>\arcgisdatastore\logs ablegen soll, können Sie mit dem Dienstprogramm "changeloglocation" Fehlerprotokolldateien in einem anderen Verzeichnis anlegen.

Das ArcGIS Data Store-Konto muss für den angegebenen Ordner Schreibzugriff haben.

Syntax

changeloglocation <directory path>

Beispiel

In diesem Beispiel werden die Protokolldateien lokal unter ../datastorefiles/logs gespeichert.

./changeloglocation.sh '../datastorefiles/logs'

changenosqldslocation

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" verwendet.

Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" können sehr groß werden, wenn viele hochauflösende Kacheln darin gespeichert werden. In diesen Fällen können Sie beispielsweise Daten auf ein anderes Laufwerk desselben Servers oder an einen freigegebenen Speicherort auf einem anderen Server verschieben.

Wenn Sie die Daten in ein freigegebenes Verzeichnis verschieben, müssen Sie dem Benutzer, der den ArcGIS Data Store-Prozess (Linux) bzw. -Dienst (Microsoft Windows) ausführt, Lese- und Schreibberechtigungen für das Verzeichnis gewähren.

Syntax

changenosqldslocation <path> [--prompt {yes | no}]

Beispiel

In diesem Beispiel werden die Datenbanken, die Szenen-Layer-Caches speichern, in dem freigegebenen Verzeichnis namens "dstorecache" auf dem Computer "server2" erstellt.

./changenosqldslocation.sh /net/server2/dstorecache

changepassword

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "relational" verwendet.

ArcGIS Data Store generiert nach dem Zufallsprinzip Benutzernamen und Kennwörter für die Datenbankkonten und Data Stores vom Typ "relational". Wenn Ihre Site verlangt, dass Sie Ihre eigenen Kennwörter festlegen, rufen Sie die Kennwörter für Data-Store-Konten ab und setzen sie mit "changepassword" zurück.

Verwenden Sie das Dienstprogramm listadminusers zum Abrufen der Namen und Kennwörter des Administrators und das Dienstprogramm listmanageduser zum Abrufen des Benutzernamens und des Kennworts für den Feature-Daten-Besitzer.

Das Dienstprogramm "changepassword" kann nur auf dem primären Data-Store-Computer vom Typ "relational" ausgeführt werden.

Syntax

changepassword <username> <new password> [--prompt {yes | no}]

Tipp:

Wenn Sie Kennwortänderungen per Skript durchführen müssen, geben Sie ein Flag an, das die Bestätigungsaufforderung unterdrückt. Siehe dazu das folgende Beispiel:

changepassword gwi_n2Te0 Phfl4mp --prompt no

Beispiel

In diesem Beispiel wird das Benutzerkennwort von gwi_n2Te0 in Phfl4mp! geändert.

./changepassword.sh gwi_n2Te0 Phfl4mp

You are going to change the password for user gwi_n2Te0.
Do you want to continue (Yes or No)?Yes

changestaginglocation

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "relational" und "Kachel-Cache" sowie Graph Stores verwendet.

Wenn Sie einen Data Store vom Typ "relational" oder einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" wiederherstellen, werden die komprimierten Sicherungsdateien mit ArcGIS Data Store in einem Staging-Verzeichnis extrahiert. Dabei ist darauf zu achten, dass das Staging-Verzeichnis die unkomprimierten Daten aufnehmen kann. Wenn Ihr Data Store vom Typ "relational" oder "Kachel-Cache" viele Daten enthält, richten Sie ein separates Staging-Verzeichnis ein und geben Sie es für die Wiederherstellung an.

Das Staging-Verzeichnis wird in ähnlicher Weise genutzt, wenn Sie mit dem Dienstprogramm "configurebackuplocation" einen S3-Bucket oder einen Azure BLOB-Speichercontainer für Sicherungsdateien von Data Stores vom Typ "relational" bzw. "Kachel-Cache" oder Graph Stores definieren: Dort werden die Sicherungsdateien gepackt, bevor sie an den Cloud-Speicherort kopiert werden.

Syntax

changestaginglocation <directory path>

Beispiel

In diesem Beispiel lautet das angegebene Staging-Verzeichnis /net/sanmarcos/rbustage.

./changestaginglocation.sh /net/sanmarcos/rbustage

configurebackuplocation

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Mit dem Dienstprogramm "configurebackuplocation" können Sie den Speicherort angeben, in den ArcGIS Data Store die Sicherungsdateien für geplante Sicherungen und für Sicherungen, die mit dem Dienstprogramm "backupdatastore" erstellt werden, schreiben soll. Mit dem Dienstprogramm "configurebackuplocation" können Sie zudem Eigenschaften eines Sicherungsspeichers ändern und einen Sicherungsspeicher entfernen.

Data Stores vom Typ "relational" werden mit einem standardmäßigen lokalen Sicherungsspeicher erstellt. Um Datenverluste zu vermeiden, können Sie einen Standardsicherungsspeicher konfigurieren, indem Sie mit der Option change eine Remote-Dateifreigabe registrieren.

Data Stores vom Typ "Kachel-Cache", die im Primär/Standby-Modus erstellt werden, verfügen über einen Standardsicherungsspeicher. Auf Data Stores vom Typ "Kachel-Cache", die im Cluster-Modus erstellt werden, trifft dies hingegen nicht zu. Verwenden Sie in beiden Fällen das Dienstprogramm "configurebackuplocation" mit der Option register, um ein freigegebenes Netzwerkverzeichnis, einen Amazon Simple Storage Service (S3)-Bucket oder einen Microsoft Azure BLOB-Speichercontainer anzugeben und Sicherungen von Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" sicher zu speichern. Sie können kein lokales Laufwerk für die Kachel-Cache-Sicherungsdateien verwenden, wenn der Data Store im Cluster-Modus ausgeführt wird.

Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal", Graph Stores und Objektspeicher werden nicht mit einem Standardsicherungsspeicher erstellt. Damit Sicherungen erstellt werden können, müssen Sie das Dienstprogramm "configurebackuplocation" mit der Option register ausführen und einen Dateifreigabe-Speicherort, einen Amazon Simple Storage Service (S3)-Bucket oder einen Microsoft Azure BLOB-Speichercontainer für die Sicherungen festlegen.

Hinweis:

Sicherungsdateien für Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" können nicht auf einem lokalen Laufwerk gespeichert werden.

Sie können einen zweiten Sicherungsspeicher registrieren, um die mit dem Dienstprogramm "backupdatastore" erstellten Sicherungen zu speichern. Als sekundären Sicherungsspeicher können Sie ein freigegebenes Dateiverzeichnis, einen S3-Bucket oder einen Azure BLOB-Speichercontainer verwenden.

Weitere Informationen zu ArcGIS Data Store-Sicherungen finden Sie unter Verwalten von Data-Store-Sicherungen.

Syntax

configurebackuplocation --store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object} --operation {change | register | unregister | list | setdefault} [--location "<backup_location_arguments>"] [additional options]

Zu den erforderlichen Optionen zählen folgende:

  • --store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}: Geben Sie den ArcGIS Data Store-Typ an, für den Sie Sicherungsspeicher konfigurieren oder abfragen. Der Standardwert ist relational.
  • --operation {change | register | unregister | list | setdefault}: Der Standardwert ist change. Im Folgenden werden die einzelnen Argumente erläutert:
    • change: Mit diesem Argument können Sie folgende Änderungen vornehmen:
      • Angeben eines anderen freigegebenen Dateispeicherorts für geplante Sicherungen von Data Stores vom Typ "relational". Der mit dem Argument change festgelegte Speicherort ist immer der Standardsicherungsspeicher für Data Stores vom Typ "relational".
      • Ändern des Namens, den Sie dem Sicherungsspeicher zugewiesen haben.
      • Aktualisieren der Authentifizierungsinformationen, die Sie für Sicherungsspeicher in Azure oder S3 festgelegt haben. Für S3 können Sie die Informationen ändern, die Sie zuvor mit den Optionen username und password angegeben haben. Für Azure können Sie den Wert für password ändern.
    • register: Mit diesem Argument können Sie einen Sicherungsspeicher registrieren. Der erste Sicherungsspeicher, den Sie für einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal", einen Graph Store oder einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache", der im Clustermodus ausgeführt wird, definieren, wird als Standardsicherungsspeicher festgelegt. Wenn Sie einen anderen Sicherungsspeicher für einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" (Primär/Standby- oder Cluster-Modus), einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" oder einen Graph Store registrieren, wird dieser als sekundärer Sicherungsspeicher festgelegt.

      Wenn Sie das Argument register mit einem Data Store vom Typ "relational" angeben, wird ein sekundärer Sicherungsspeicher registriert. In dem sekundären Sicherungsspeicher können manuelle Sicherungen gespeichert werden, die mit dem Dienstprogramm backupdatastore generiert wurden.

      Hinweis:

      Wenn Sie das Argument register verwenden, müssen Sie Informationen für die Option --location angeben.

    • unregister: Verwenden Sie dieses Argument, um einen sekundären Sicherungsspeicher aus einem Data Store zu entfernen. Wenn nur ein Sicherungsspeicher registriert ist, können Sie das Argument "unregister" verwenden, um den Sicherungsspeicher für den Data Store vom Typ "Kachel-Cache", den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" oder den Graph Store vollständig zu entfernen.
    • list: Alle für den mit der Option --store angegebenen Data Store registrierten Sicherungsspeicher werden aufgelistet. Die Liste enthält Angaben zum physischen Sicherungsspeicherort, zum Namen des Sicherungsspeichers (sofern beim Registrieren des Speicherorts angegeben) und dazu, welcher Sicherungsspeicher als Standardsicherungsspeicher registriert ist.
    • setdefault: Wurden mehrere Sicherungsspeicher für einen Graph Store, einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" oder einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" angegeben, können Sie mit setdefault einen der Sicherungsspeicher als Standardverzeichnis festlegen. Geplante Sicherungen werden in dieses Verzeichnis geschrieben, und es wird auch als Standardverzeichnis verwendet, wenn Sie das Dienstprogramm backupdatastore, listbackups oder restoredatastore ausführen, ohne einen Sicherungsspeicher anzugeben.

Wenn Sie einen Sicherungsspeicher registrieren oder ändern, geben Sie mit der Option --location an, wo ArcGIS Data Store Sicherungsdateien speichern soll. Wenn Sie keinen Namen für die Sicherung konfiguriert haben, verwenden Sie die Option --location zum Festlegen eines Standardsicherungsspeichers oder zum Entfernen eines Sicherungsspeichers.

Geben Sie für Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" bzw. Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" oder zum Registrieren eines sekundären Sicherungsspeichers für einen Data Store vom Typ "relational" die folgenden Argumente mit Semikolons (;) als Trennzeichen an, und setzen Sie die gesamte Argumentzeichenfolge in einfache Anführungszeichen ('): --location "type=fs|s3|azure;location=<backup_location>;[name=<backup_location_name>];[username=<AWS_access_key_ID_or_Azure_account>];[password=<AWS_secret_access_key_or_Azure_account_key>];[endpointsuffix=<Azure_cloud_location> | region=<AWS_region>]".

Die folgende Liste enthält Erläuterungen zu den einzelnen für die Option --location unterstützten Argumenten:

  • type=: Dieses Argument ist erforderlich. Geben Sie an, welche Art von Speicherort für Sicherungen verwendet werden soll. Wählen Sie s3, um Sicherungen in einem Amazon S3-Bucket zu speichern, azure, um sie in einem Azure BLOB-Speichercontainer zu speichern, oder fs, um sie in einer Dateifreigabe zu speichern (dies ist die Standardeinstellung).
  • location=: Dieses Argument ist erforderlich. Geben Sie für Dateifreigaben den Dateipfad an. Geben Sie für Amazon S3-Buckets den Bucket-Namen und den Bucket-Pfad an. Geben Sie für BLOB-Speichercontainer den Container-Namen und den Container-Pfad an.
  • name=: Sie können dem Sicherungsspeicher einen Namen zuweisen. Handelt es sich bei dem Sicherungsspeicher um einen Dateipfad, z. B. \\sharedserver_sharedfolders_datastorebackups, können Sie für diesen Speicherort einen Namen, z. B. dsbackups, festlegen. Beim Ausführen des Dienstprogramms backupdatastore, listbackups oder restoredatastore können Sie dann anstelle des vollständigen Pfads diesen Namen angeben.

    Wenn Sie beim Konfigurieren des Data-Store-Sicherungsspeichers keinen Namen festlegen, weist ArcGIS Data Store einen Standardnamen zu.

  • username=: Dieses Argument ist erforderlich, wenn es sich bei dem Sicherungsspeicher um einen S3-Bucket oder einen BLOB-Speichercontainer handelt. Geben Sie für S3-Buckets die Zugriffsschlüssel-ID Ihres Amazon Web Services (AWS)-Kontos an. Geben Sie für Azure BLOB-Speichercontainer den Namen des Microsoft Azure-Speicherkontos an, das Zugriff auf den BLOB-Speichercontainer hat.
  • password=: Dieses Argument ist erforderlich, wenn es sich bei dem Sicherungsspeicher um einen S3-Bucket oder einen BLOB-Speichercontainer handelt. Geben Sie für S3-Buckets den geheimen Schlüssel Ihres AWS-Kontos an. Geben Sie für Azure BLOB-Speichercontainer den Schlüssel für das Azure-Konto an, den Sie mit dem Argument username festgelegt haben.
  • endpointsuffix=: Mit diesem Argument können Sie angeben, wo sich der Azure-BLOB-Speichercontainer befindet. Standardmäßig wird für endpointsuffix der Wert core.windows.net angenommen. Wenn sich Ihr Container in der Microsoft Azure-Government-Cloud-Umgebung befindet, legen Sie endpointsuffix=core.usgovcloudapi.net fest. Wenn sich Ihr Container in einer privaten Cloud befindet, legen Sie endpointsuffix auf den EndpointSuffix-Wert Ihrer privaten Azure-Cloud fest. Dieses Argument wird nur verwendet, wenn Sie Sicherungen in einem Azure-BLOB-Speichercontainer speichern.
  • region=: Dieses Argument ist erforderlich, wenn es sich bei dem Sicherungsspeicher um einen S3-Bucket handelt. Sie müssen den Regionscode angeben. Legen Sie beispielsweise die Region ap-southeast-2 fest, wenn der Bucket in der Region "Asien-Pazifik (Sydney)" bereitgestellt wird. Informationen zu Regionscodes finden Sie in der AWS-Dokumentation.

Folgende zusätzliche Optionen können Sie mit dem Dienstprogramm "configurebackuplocation" bereitstellen:

  • --force {true | false}: Diese Option wird nur mit Data Stores vom Typ "relational" verwendet und ermöglicht es Ihnen, den Standardsicherungsspeicher zu ändern, auch wenn der vorhandene Standardsicherungsspeicher nicht verfügbar ist.

    Wenn Sie den Standardsicherungsspeicher für einen Data Store vom Typ "relational" ändern, kopiert ArcGIS Data Store die vorhandenen Sicherungsdateien vom alten Speicherort an den neuen Speicherort. Ist der Zugriff von ArcGIS Data Store auf den alten Speicherort nicht möglich, können die Dateien nicht kopiert werden. In vorherigen Versionen führt dies zu einem Fehler im Werkzeug "configurebackuplocation". Wenn Sie mit der Änderung des Standardsicherungsspeichers fortfahren möchten, ohne vorhandene Sicherungsdateien zu kopieren, geben Sie --force true an.

    Der Standardwert für diese Option ist false. Das heißt, Sie können den Standardsicherungsspeicher nicht ändern, wenn ArcGIS Data Store nicht auf das vorhandene Standardverzeichnis zugreifen kann.

  • --prompt {yes | no}: Der Standardwert ist yes.

Beispiele

Die folgenden Abschnitte enthalten Beispiele für das Ändern, Festlegen oder Auflisten von Sicherungsspeichern für Data Stores.

Ändern des standardmäßigen Sicherungsspeichers für den Data Store vom Typ "relational"

Im ersten Beispiel ist der Sicherungsspeicher für einen Data Store vom Typ "relational" auf ein Verzeichnis mit dem Namen "fsdata_bu" auf einem Computer mit dem Namen "myshare" festgelegt.

./configurebackuplocation.sh --operation change --store relational --location "type=fs;location=/net/myshare/fsdata_bu"

You are going to change the backup location of the data store. Existing backups will be copied to the new location and it could take a few moments.
Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)? Yes

Hinzufügen eines Sicherungsspeichers für den Data Store vom Typ "relational"

In diesem Beispiel wird unter Azure ein zweiter Sicherungsspeicher für denselben Data Store vom Typ "relational" registriert.

./configurebackuplocation.sh --operation register --store relational --location "type=azure;location=mybackups;
name=secondrelloc;username=myazureaccountlogin;password=zpw4myazureaccount"

You are going to change the backup location of the data store. Existing backups will be copied to the new location and it could take a few moments.
Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)? Yes

Festlegen eines Sicherungsspeichers für einen Graph Store

In diesem Beispiel wird ein Sicherungsspeicher auf einer Netzwerkfreigabe für einen Graph Store registriert. Dem Sicherungsspeicher wird ein Name, "fshare", zugewiesen.

./configurebackuplocation.sh --operation register --store graph 
--location "type=fs;location=/net/sharedmachine/g_bu;name=fshare"

Hinzufügen eines Sicherungsspeichers und Festlegen eines Standardverzeichnisses

In diesem Beispiel wird ein zweiter Sicherungsspeicher für den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" festgelegt. Der zusätzliche Sicherungsspeicher befindet sich im Azure-Speicher.

./configurebackuplocation.sh --operation register --store spatiotemporal --location "type=azure;location=myblobs;
name=mazloc;username=myazureaccountlogin;password=zpw4myazureaccount"

In diesem Beispiel wird auf AWS ein zweiter Sicherungsspeicher für denselben Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" in der Region "Europa (Spanien)" festgelegt. Dem Sicherungsspeicher wird ein Name, "awsloc", zugewiesen.

./configurebackuplocation.sh --operation register --store spatiotemporal --location "type=s3;location=mybucket;name=awsloc;
username=abcdefg1234567;password=z9y8x7w6v5u4t3s2r1q0;region=eu-south-2"

In diesem Beispiel wird der S3-Bucket als standardmäßiger Sicherungsspeicher für den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" festgelegt. Dafür wird der Name des Sicherungsspeichers (awsloc) genutzt.

./configurebackuplocation.sh --operation setdefault --store spatiotemporal --location "name=awsloc"

Abrufen einer Liste aller Sicherungsspeicher für einen Data Store

In diesem Beispiel werden alle Sicherungsspeicher für den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" aufgelistet.

./configurebackuplocation.sh --operation list --store spatiotemporal
Backup locations for spatiotemporal big data store:
================================================================
Name             Type     Location                     isDefault
================================================================
fsshare          fs       /net/sharedmachine/ge_bu     false
awsloc           s3       mybucket                     true
mazloc           azure    myblobs                      false

configuredatastore

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Nach der Installation von ArcGIS Data Store können Sie das Dienstprogramm "configuredatastore" ausführen, um einen Data Store zu erstellen und bei einer GIS Server-Site zu registrieren. Mit folgendem Dienstprogramm können Sie die folgenden Typen von Data Stores erstellen:

Sie können das Dienstprogramm "configuredatastore" ausführen, um einen Data Store zu aktualisieren, nachdem die ArcGIS Data Store-Software auf allen Computern im Data Store aktualisiert wurde.

Syntax

configuredatastore <ArcGIS Server admin URL> <ArcGIS Server administrator> <ArcGIS Server administrator password> <data directory> [--stores {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}] [--mode {singleInstance | primaryStandby | cluster}]

  • <ArcGIS Server admin URL>: Dies ist die GIS Server-Site, die als Hosting-Server von ArcGIS Enterprise verwendet wird. Die Admin-URL für ArcGIS Server hat das Format https://gisserver.domain.com:6443.
    Hinweis:

    Die URL müssen Sie auch dann im vorgenannten Format angeben, wenn die GIS Server-Site einen Web Adaptor oder Load Balancer verwendet.

  • <ArcGIS Server administrator>: Geben Sie den Benutzernamen für einen integrierten Benutzer (nicht organisationsspezifisch) ein, der über Administratorberechtigungen für die GIS Server-Site verfügt.
  • <ArcGIS Server administrator password>: Geben Sie das Kennwort für das oben verwendete Konto ein.
  • <data directory>: Das Datenverzeichnis ist der Speicherort auf dem lokalen Computer, auf dem Sie die Data-Store-Dateien erstellen wollen.
  • {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}: Geben Sie den Data-Store-Typ an, den Sie erstellen möchten. Sie können mehr als einen Data-Store-Typ auf dem gleichen Computer konfigurieren, indem Sie die einzelnen Data-Store-Typen durch Kommas voneinander getrennt angeben (ohne Leerzeichen). Dies wird jedoch nicht empfohlen. Um beispielsweise Data Stores vom Typ "relational" und "Kachel-Cache" auf demselben Computer mit einem freigegebenen Data-Store-Verzeichnis zu konfigurieren, legen Sie Folgendes fest: --stores relational,tileCache. Esri empfiehlt, Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" und Graph Stores auf einem eigenen Computer getrennt von anderen Data Stores und anderer Software auszuführen. Geschieht dies nicht, kann die Leistung beeinträchtigt oder der Data Store sogar unbrauchbar werden.
  • --mode: Diese optionale Option gilt nur für Data Stores vom Typ "Kachel-Cache", Objektspeicher und Graph Stores. Standardmäßig werden Data Stores vom Typ "Kachel-Cache", Graph Stores und Objektspeicher im Modus primaryStandby erstellt.

    Im Modus "primaryStandby" erstellte Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" können zwei Computer aufweisen. Der Standby-Data-Store vom Typ "Kachel-Cache" enthält dieselben Daten wie der Primär-Data-Store. Fällt der Primär-Data-Store aus, wird der Standby-Data-Store der Primär-Data-Store vom Typ "Kachel-Cache". Wenn Sie eine große Menge an Szenen-Layer-Caches speichern und daher den Data Store vom Typ "Kachel-Cache" so skalieren müssen, dass er mindestens drei Computer enthält, erstellen Sie einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" im cluster-Modus. Mithilfe der Modusoption können Sie den Modus des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" von "primaryStandby" zu "Cluster" ändern.

    Im Modus "primaryStandby" erstellte Objektspeicher können zurzeit nur einen Computer enthalten. Wenn Sie im Objektspeicher mehrere Computer benötigen, um hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, stellen Sie den Objektspeicher im Cluster-Modus bereit. Im Cluster-Modus muss der Objektspeicher mindestens drei Computer enthalten. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen von Computern zu einem Data Store.

Konfigurieren eines spezifischen Typs von Data Store

Sie geben den zu erstellenden Data-Store-Typ mithilfe der folgenden Einstellungen mit der Option --stores an:

  • relational
  • tileCache
  • spatiotemporal
  • graph
  • object

Wenn Sie mehrere Data-Store-Typen auf demselben Computer konfigurieren möchten, trennen Sie die Typen mit einem Komma. Um beispielsweise einen Data Store vom Typ "relational" und einen Data Store "Kachel-Cache" auf demselben Computer zu konfigurieren, geben Sie --stores relational,tileCache an.

Hinweis:

Auf demselben Computer konfigurierte Data Stores konkurrieren um Speicher- und andere Ressourcen, was die Performance beeinträchtigt und schlimmstenfalls dazu führen kann, dass die Data Stores nicht mehr funktionieren. Dies gilt insbesondere für Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal", Graph Stores und Objektspeicher. Konfigurieren Sie keinen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal", Graph Store oder Objektspeicher auf einem Computer, auf dem sich bereits ein anderer Data Store oder eine andere ArcGIS-Komponente befindet.

Wenn Sie ein Skript für die Erstellung mehrerer Big-Data-Store-Computer vom Typ "spatiotemporal" erstellen, sollten Sie beachten, dass ein Big-Data-Store-Computer vom Typ "spatiotemporal" manuell mit der GIS Server-Site konfiguriert werden muss, bevor das Skript für die Erstellung zusätzlicher Big-Data-Store-Computer vom Typ "spatiotemporal" erstellt werden kann. Beziehen Sie Wartezeiten in das Skript ein, um sicherzustellen, dass die zusätzlichen Big-Data-Store-Computer vom Typ "spatiotemporal" nicht zur gleichen Zeit hinzugefügt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen eines Data Store.

Konfigurieren von Data Stores nach der Aktualisierung von ArcGIS Data Store-Installationen

Im Rahmen des ArcGIS Data Store-Upgrades müssen Sie die vorhandenen Data-Store-Computer neu konfigurieren. Nachdem Sie auf jedem Data-Store-Computer eine neue Version von ArcGIS Data Store über die vorhandene ArcGIS Data Store-Version installiert haben, können Sie sich bei jedem beliebigen Computer in einem Data Store anmelden und das Dienstprogramm "configuredatastore" ausführen, um das Data-Store-Upgrade abzuschließen. Wenn Sie beispielsweise "configuredatastore" auf dem primären Data-Store-Computer vom Typ "relational" ausführen, wird das Upgrade auch auf dem Standby-Computer durchgeführt.

Befinden sich auf dem Computer sowohl ein Data Store vom Typ "relational" als auch ein Data Store vom Typ "Kachel-Cache", geben Sie beim Ausführen des Dienstprogramms "configuredatastore" --stores relational,tileCache an, damit alle Computer in beiden Data Stores aktualisiert werden.

Um die aktualisierten Big-Data-Store-Computer vom Typ "spatiotemporal" neu zu konfigurieren, melden Sie sich an einem beliebigen Computer des Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" an, und führen Sie das Dienstprogramm "configuredatastore" aus. Auf diese Weise werden alle Computer im Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" aktualisiert.

Wenn die neue Version von ArcGIS Data Store nicht auf allen Computern installiert wurde, kann die Konfiguration nicht durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Upgrade von ArcGIS Data Store.

Ändern des Modus eines Data Store vom Typ "Kachel-Cache"

Um den aktuellen Modus zu ermitteln, der für einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" festgelegt ist, führen Sie das Dienstprogramm describedatastore auf dem Computer mit dem Data Store vom Typ "Kachel-Cache" aus.

Wenn Sie den Modus des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" von "primaryStandby" in den Cluster-Modus ändern möchten, führen Sie das Dienstprogramm "configuredatastore" mit der Option --mode als cluster aus.

Hinweis:

Sie können die Option --mode verwenden, um den Modus des Data Store vom Typ "Kachel-Cache", des Objektspeichers oder des Graph Store beim Erstellen des Data Store anzugeben oder um den Modus des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" von "primaryStandby" in den Cluster-Modus zu ändern. Beim Upgrade eines Data Store vom Typ "Kachel-Cache" ist es jedoch nicht möglich, den Modus zu ändern. Ebenso wenig kann der Modus des Data Store vom Typ "Kachel-Cache" vom Cluster-Modus in den Modus "primaryStandby" geändert werden. Der Modus eines Objektspeichers oder eines Graph Store kann nicht geändert werden.

Beispiele

In diesem Beispiel wird ein Data Store für gehostete Feature-Layer-Daten (Data Store vom Typ "relational") erstellt. Die URL der GIS Server-Site, die den Data Store verwendet, lautet https://gisserver.domain.com:6443, der Benutzername und das Kennwort des Site-Administrators lauten "admin" bzw. "Iph33l$ik", und das Datenverzeichnis des Data Store ist /dstore/data.

./configuredatastore.sh https://gisserver.domain.com:6443 admin Iph33l$ik /dstore/data --stores relational

Im folgenden Beispiel wird der Data Store vom Typ "Kachel-Cache" (Primär/Standby) in den Cluster-Modus versetzt:

./configuredatastore https://gisserver.mydomain.com:6443 portaladmin S00perSecret dsstore/scenedata --stores tileCache --mode cluster

deletebackup

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "relational" und Objektspeichern verwendet.

Mit dem Dienstprogramm "deletebackup" können Sie für Data Stores vom Typ "relational" oder für Objektspeicher erstellte Sicherungsdateien löschen. Führen Sie zunächst das Dienstprogramm configurebackuplocation mit der Einstellung --operation für die Option list aus, um eine Liste aller für den Data Store konfigurierten Sicherungsspeicher abzurufen. Führen Sie anschließend das Dienstprogramm listbackups mit einem der Speicherorte aus, um die Namen und Erstellungszeiten der Sicherungen an diesem Speicherort anzuzeigen. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Sicherungsspeicher. Danach können Sie mit dem Dienstprogramm "deletebackup" die nicht länger benötigten Sicherungsdateien löschen. Sie müssen "deletebackup" separat für jeden Speicherort ausführen, an dem Sie Sicherungsdateien löschen möchten.

Hinweis:

Sie können nur Sicherungen löschen, die für die Wiederherstellung des Data Store nicht erforderlich sind. So ist es beispielsweise nicht möglich, die aktuelle vollständige Sicherung eines Data Store vom Typ "relational" zu löschen.

Syntax

deletebackup <backup name> [--store {relational | object}] [--location "<backup-location>"] [--prompt {yes | no}]

Beispiel

Im folgenden Beispiel wird die Sicherung "featuresMarchbu" des Data Store vom Typ "relational" aus dem Standardsicherungsspeicher gelöscht.

./deletebackup.sh featuresMarchbu --store relational
You are attempting to delete backup 'featuresMarchbu'. This operation is irreversible.

Do you wish to continue (Yes or No)?yes

Operation completed successfully

In diesem Beispiel wird die Sicherung "june-videobu" des Objektspeichers aus dem Sicherungsspeicher "videobucket" gelöscht.

./deletebackup.sh june-videobu --store object --location "videobucket"
You are attempting to delete backup 'june-videobu'. This operation is irreversible.

Do you wish to continue (Yes or No)?yes

Operation completed successfully

describedatastore

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Mit dem Dienstprogramm "describedatastore" können Sie die folgenden Informationen zu einer ArcGIS Data Store-Installation aufrufen:

  • die auf dem Computer installierten Data-Store-Typen (aufgeführt unter Verfügbare ArcGIS Data Stores)
    Hinweis:

    Wenn ein Data Store auf dem Computer installiert, aber nicht konfiguriert ist, wird er als verfügbarer ArcGIS Data Store angezeigt. Für diesen Data-Store-Typ werden jedoch keine zusätzlichen Informationen zurückgegeben.

  • die Versionsnummer der ArcGIS Data Store-Installation
  • den Staging-Speicherort, der vom Data Store für die Wiederherstellung von Daten verwendet wird
  • den Speicherort der Protokolldatei für den Data Store
  • der verbleibende Speicherplatz, der auf dem Computer verfügbar ist, auf dem ArcGIS Data Store installiert ist
  • der Schwellenwert für freie Festplattenspeicher, bei dem ein Big Data Store vom Typ "relational" und "spatiotemporal" in den schreibgeschützten Modus versetzt und Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" angehalten werden
  • den Standardsicherungsspeicher, der von den einzelnen Data-Store-Typen verwendet wird
  • ob sich der Sicherungsspeicher des Data Store vom Typ "relational" oder "Kachel-Cache" in einem freigegebenen Netzwerk befindet
  • wie oft eine Sicherung des Data Store erfolgt (Sicherungsplan)
  • wie viele Tage Sicherungsdateien für den Data Store vom Typ "relational" aufbewahrt werden und ob der Data Store vom Typ "relational" zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederhergestellt werden kann
  • ob der Data Store gerade ausgeführt wird (Data-Store-Status)
  • ob im Data Store vom Typ "relational" die SSL-Kommunikation aktiviert ist
  • das Datum und die Uhrzeit, zu denen der Standby-Graph-Store, der Data Store vom Typ "relational" oder "Kachel-Cache" (Primär/Standby-Modus) als primärer Data Store (Letztes Failover) festgelegt wurde; diese Eigenschaft wird nicht angezeigt, wenn kein Failover aufgetreten ist
  • die Namen der am Data Store vom Typ "relational" oder "Kachel-Cache" beteiligten Computer (Mitgliedscomputer)
  • die für einen Data Store vom Typ "relational" maximal zulässige Zahl an Verbindungen
  • die URL der GIS Server-Site, bei der der Data Store registriert ist (URL des zuständigen Systems)
  • die URL des Portals, das die GIS Server-Site als Hosting-Server nutzt (Portal-URL)
  • die Anzahl der aktuellen Feature-Layer-Verbindungen mit dem Data Store vom Typ "relational"
  • eine Liste aller Computer, die aktuell an einem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" beteiligt sind (Computer in einem Cluster vom Typ "spatiotemporal")
  • den Computer im Big Data Store vom Typ "spatiotemporal", der aktuell als Koordinator-Computer festgelegt ist (Aktueller Koordinatorknoten im Cluster)
  • eine Liste aller Computer im Cluster für Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" bzw. Big-Data-Stores vom Typ "spatiotemporal" oder in einem Graph Store bzw. Objektspeicher (für den Typ <Data-Store-Typ> registrierte Computer); zeigt alle Computer unabhängig von ihrem Status an
  • den für einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache", einen Objektspeicher oder einen Graph Store konfigurierten Bereitstellungsmodus
  • ob ein Big Data Store vom Typ "relational" oder "spatiotemporal" den Lese-/Schreibmodus oder den schreibgeschützten Modus aufweist (Data-Store-Modus)

Syntax

describedatastore

Beispiel

Das Dienstprogramm "describedatastore" gibt allgemeine Informationen zurück, die für alle Data Stores auf einem Computer gelten, und in getrennten Abschnitten werden spezifische Informationen zu den einzelnen Data-Store-Typen zurückgegeben.

Unterschiedliche Data Stores sollten sich auf unterschiedlichen Computern befinden. Damit Sie aber die Informationen sehen können, die für jeden Typ zurückgegeben werden, zeigt die folgende Ausgabe einen Computer, auf dem alle ArcGIS Data Store-Typen installiert sind. Der erste Abschnitt ("Allgemeine Information") wird immer zurückgegeben. Die von "describedatastore" zurückgegebenen Data-Store-Abschnitte hängen davon ab, welcher Data-Store-Typ sich auf dem Computer befindet.

./describedatastore.sh

Available ArcGIS Data Stores
==============================================================
Relational Data Store
Tile Cache Data Store
Spatiotemporal Big Data Store
Graph Store
Object Store

General Information of ArcGIS Data Store on machine.domain.com
==============================================================
ArcGIS Data Store release....11.2.0.1234
Staging location............./arcgis/datastore/staging
Log location................./arcgis/datastore/logs
Free disk space..............174.00GB
Threshold for READONLY mode..2048MB

Information for relational data store ds_sthiu0_5T
==============================================================
Backup location........../net/nwshare/dsbackups
Is backup folder shared..true
Backup schedule..........{"schedule-starttime":"00:00:00","schedule-frequency":"Every 7 DAYS"}
Days backup retained.....31
Data store status........Started
SSL enabled..............true
Last failover............20150130190334005
Member machines..........MACHINE1.DOMAIN.COM, MACHINE4.DOMAIN.COM
Maximum connections......150
Owning system URL........https://gisserver_webadaptor.domain.com/server
Portal for ArcGIS URL....https://portal_webadaptor.domain.com/portal
Number of connections....8 connection(s) to managed database
Data Store mode..........READWRITE
Is Point-in-time recovery enabled...No
Query optimizer enabled.............Yes

Information for tile cache data store ds_wztxj7um
==============================================================
Data location............./home/ags/arcgis/datastore/usr/arcgisdatastore/nosqldata
Data store status.........Started
Last failover.............20200130190334005
Backup location.........../net/sharedir/datastore/backup
Is backup folder shared...true
Mode......................primary-standby
Member tile cache machines..MACHINE1.DOMAIN.COM, MACHINE2.DOMAIN.COM
Owning system URL.........https://gisserver_webadaptor.domain.com/server
Portal for ArcGIS URL.....https://portal_webadaptor.domain.com/portal

Information for spatiotemporal big data store ds_qpko99Cl
==============================================================
Backup location...................../net/dirshare2/sbds_bu
Max rebalance off time..............60 minutes
Automatic rebalance ................On
Machines in spatiotemporal cluster..MACHINE1.DOMAIN.COM, MACHINE2.DOMAIN.COM, MACHINE3.DOMAIN.COM
Current coordinator in cluster......MACHINE1.DOMAIN.COM
Registered spatiotemporal machines..MACHINE1.DOMAIN.COM, MACHINE2.DOMAIN.COM, MACHINE3.DOMAIN.COM
Owning system URL...................https://gisserver_webadaptor.domain.com/server
Portal for ArcGIS URL...............https://portal_webadaptor.domain.com/portal
Data Store mode.....................READWRITE

Information for graph store x2b7s0n
==============================================================
Deployment mode..................primaryStandby
Access endpoint..................MACHINE1:9829
Backup location................../net/dirshare3/graphbu
Registered graph store machines..MACHINE1.DOMAIN.COM
Owning system URL................https://gisserver_webadaptor.domain.com/server
Portal for ArcGIS URL............https://portal_webadaptor.domain.com/portal

Information for object store w1tiknx
==============================================================
Deployment mode...................singleInstance
Access endpoint...................MACHINE1:9900
Backup location.................../net/dirshare4/myfiles/ods_bu
Registered object store machines..MACHINE1.DOMAIN.COM
Owning system URL.................https://gisserver.domain.com:6443/server/admin
Portal for ArcGIS URL.............https://portal_webadaptor.domain.com/portal

diskcleanup

Dieses Dienstprogramm wird mit Big Data Stores vom Typ "relational", "Kachel-Cache" und "spatiotemporal" verwendet.

Das Dienstprogramm "diskcleanup" entfernt temporäre Dateien, die bei Operationen wie "restoredatastore" und beim Durchführen von ArcGIS Data Store-Upgrades zurückbleiben. Bestimmte Dateien bleiben nach einem Upgrade erhalten und erleichtern Ihnen die Problembehandlung bei einem fehlgeschlagenen Upgrade oder Wiederherstellungsvorgang. Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass der Upgrade- oder Wiederherstellungsvorgang erfolgreich war und das System wie erwartet funktioniert, können Sie dieses Werkzeug ausführen, um diese temporären Dateien zu entfernen und wieder freien Speicherplatz auf den Data-Store-Computern zu gewinnen.

Dieses Dienstprogramm bereinigt den Festplattenspeicher auf jeweils einem Computer. Wenn Sie Dateien auf mehreren Computern desselben Data Store bereinigen müssen, ist es erforderlich, das Werkzeug auf jedem Computer auszuführen.

Syntax

diskcleanup

Beispiel

Um das Dienstprogramm "diskcleanup" auszuführen, müssen Sie bestätigen, dass Sie fortfahren möchten.

./diskcleanup

You are attempting to cleanup some archived data generated as part of ArcGIS Data Store upgrades or backup-restore operations. Once removed, this data can't be recovered. Do you want to continue (Yes or No)?

exportmanageddb

Vorversion:

Das Dienstprogramm "exportmanageddb" wird von Esri ab Version 10.5.1 nicht mehr unterstützt. Die Funktion wurde in das Dienstprogramm "backupdatastore" integriert. Verwenden Sie das Dienstprogramm backupdatastore, um stattdessen eine Sicherungsdatei zu erstellen.

importmanageddb

Vorversion:

Das Dienstprogramm "importmanageddb" wurde für mehrere Versionen beibehalten, nachdem das verknüpfte Dienstprogramm "exportmanageddb" als veraltet eingestuft wurde, damit Sie ältere Exportdateien verwenden können. Verwenden Sie ab ArcGIS Data Store 11 jedoch das Dienstprogramm backupdatastore, um eine Sicherungsdatei zu erstellen, und verwenden Sie das Dienstprogramm restoredatastore, um den Data Store aus der Sicherungsdatei wiederherzustellen, statt Data Stores vom Typ "relational" und "Kachel-Cache" aus einer Exportdatei zu importieren.

listadminusers

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Das Dienstprogramm "listadminusers" gibt die Benutzernamen und Kennwörter für den Administrator, den Replikatbesitzer und den Geodatabase-Administrator eines Data Store vom Typ "relational" zurück. Gibt den Administrator für Big Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" und "spatiotemporal" sowie für Graph Stores zurück.

Syntax

listadminusers

Beispiele

In diesem Beispiel wird "listadminusers" auf einem Computer ausgeführt, auf dem lediglich ein Data Store vom Typ "relational" installiert ist.

./listadminusers.sh

Admin users for relational data store ds_abcd1234
=================================================
Database Admin User.... adm_32ret / tT30sbYk22jF
Database Repl User..... dsrepuser / uWn/MV0678h4
GDB Admin User......... sde / iO=Qst751epb

In diesem Beispiel wird "listadminusers" auf einem Computer ausgeführt, auf dem lediglich ein Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" installiert ist.

./listadminusers.sh

Admin users for spatiotemporal big data store bds_abcd1234
=================================================
Store admin user.... els_321ret / B1as70fF1

In diesem Beispiel wird "listadminusers" auf einem Computer ausgeführt, auf dem lediglich ein Graph Store installiert ist.

./listadminusers.sh

Admin users for graph store s2t0ic1
=================================================
Store admin user....root / ypz5kx2c5tk4fequ

In diesem Beispiel wird "listadminusers" auf einem Computer ausgeführt, auf dem lediglich ein Objektspeicher installiert ist.

./listadminusers.sh

Admin users for object store w1tiknx
=================================================
Store admin user....n6o96nl53vzkm36d / bpvifyjz73xwhot4

listbackups

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Wird das Dienstprogramm "listbackups" für einen Data Store vom Typ "relational" ausgeführt, funktioniert es nur auf dem primären Data-Store-Computer.

Führen Sie das Dienstprogramm "listbackups" aus, um Folgendes zu ermitteln:

  • den Zeitpunkt, zu dem ein Sicherungsvorgang gestartet wurde
  • ob eine Sicherung abgeschlossen ist oder noch läuft
  • ob die Sicherung mithilfe des Dienstprogramms "backupdatastore" oder automatisch mit ArcGIS Data Store erstellt wurde
  • wie viele Sicherungsdateien vorhanden sind, um zu ermitteln, ob Dateien gelöscht werden müssen
  • Namen von Sicherungsdateien vor Ausführung des Dienstprogramms "deletebackup"

Wenn Sie das Dienstprogramm "listbackups" ausführen, geben Sie den Sicherungsspeicher an, für den die Liste der Sicherungsdateien angezeigt werden soll. Falls Sie keinen Speicherort angeben, gibt das Dienstprogramm "listbackups" die Sicherungen für den standardmäßigen Sicherungsspeicher zurück.

Syntax

listbackups [--store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}] [--location '<location_arguments>']

Wenn Sie keinen anderen Data-Store-Typ angeben, verwendet das Dienstprogramm standardmäßig relational und gibt die Sicherungen für den auf diesem Computer ausgeführten Data Store vom Typ "relational" zurück. Wenn der Data Store vom Typ "relational" auf dem Computer, auf dem Sie das Dienstprogramm ausführen, nicht vorhanden ist, wird vom Dienstprogramm eine Fehlermeldung zurückgegeben.

Der Parameter location gibt an, wo Sicherungsdateien gespeichert werden. Die Argumente lauten wie folgt:

  • name=: Der Name des Sicherungsspeichers. Sie haben diesen Namen bei der Konfiguration des Sicherungsspeichers angegeben; falls Sie keinen Namen angegeben haben, wurde von ArcGIS Data Store ein Standardname zugewiesen.
  • location=: Der Pfad zum freigegebenen Dateiverzeichnis, zum S3-Bucket oder zum BLOB-Speichercontainer.

Beispiele

In diesem Beispiel werden Sicherungen für den Standardsicherungsspeicher eines Data Store vom Typ "relational" aufgeführt:

./listbackups.sh --store relational

Backup_Name              Status           Backup_Time         Mode
=======================================================================
phase1proj_bu            BackupComplete   2023-03-08 14:12    manual
phase2proj_bu            BackupComplete   2023-02-21 11:43    manual
ds_gdt1omh-2023020130    BackupComplete   2023-02-01 03:00    scheduled

Backups located at: '/net/myserver.net.com/dsbackups'

In diesem Beispiel werden die Sicherungen eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" für einen Sicherungsspeicher namens "sbdsbu" aufgelistet:

./listbackups.sh --store spatiotemporal --location "name=sbdsbu"

Backup_Name          Status           Backup_Time         Mode
==================================================================
backup1						        BackupComplete   2023-07-11 09:47    manual

Backups located at: '/net/myserver.ntw.com/spatiotemporal'

listdatasources

Dieses Dienstprogramm wird mit Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" verwendet.

Aufgrund eines Bug in 10.8.1 werden ArcGIS GeoEvent Server-Kartenservices, die eine Quadrat- oder Sechseckaggregation verwenden, nach einem Upgrade auf 10.9 oder höher nicht gerendert. Um dies zu korrigieren, können Sie das Dienstprogramm "listdatasources" ausführen, um die Namen der GeoEvent Server-Kartenservices abzurufen. Verwenden Sie dann die zurückgegebenen Service-Namen mit dem Dienstprogramm upgradedatasource, um die Daten für einzelne Services zu aktualisieren.

Das Dienstprogramm "listdatasources" kann auf einem beliebigen Computer im Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausgeführt werden.

Syntax

listdatasources

Beispiel

Führen Sie das Dienstprogramm "listdatasources" an einer Eingabeaufforderung aus, um eine Liste von GeoEvent Server-Kartenservices zurückzugeben.

./listdatasources

listmanageduser

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Das Dienstprogramm "listmanageduser" gibt den Benutzernamen und das Kennwort des Kontos zurück, das die gehosteten Feature-Layer-Daten in Big Data Stores vom Typ "relational" und "spatiotemporal" besitzt. Dieses Dienstprogramm gibt außerdem den Benutzernamen und das Kennwort des Besitzers des Szenen-Cache für Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" und den Besitzer der Diagramme im Graph Store zurück.

Syntax

listmanageduser

Beispiele

Im folgenden Beispiel wird "listmanageduser" auf einem Computer mit einem Data Store vom Typ "relational" und einem Data Store vom Typ "Kachel-Cache" ausgeführt. Bei diesem Computer handelt es sich um den primären Data Store vom Typ "relational".

./listmanageduser.sh

Managed user for relational data store ds_abcd1234
===================================================
UserName     Password       Database
gwi_n2Te0    4cXddhZhve=Y   db_qv5e1

Managed user for tile cache data store tcs_e41f0rj2
===================================================
UserName     Password
usr_n8778    y47ccno913

In diesem Beispiel wird "listmanageduser" auf einem Computer eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausgeführt.

./listmanageduser.sh

Managed user for spatiotemporal big data store bds_6udbx4321
=============================================================
UserName     Password
fmr_o1He3    5vZggkPbaw+T

Im folgenden Beispiel wird "listmanageduser" auf einem Computer mit einem Graph Store ausgeführt.

./listmanageduser.sh

Managed user for graph store s2t0ic1 
================================================ 
UserName   Password 
mu_vwmp8c6 m5c2so76y3b0qczf

Im folgenden Beispiel wird "listmanageduser" auf einem Computer mit einem Objektspeicher ausgeführt.

./listmanageduser.sh

Managed user for object store w1tiknx
=============================================================
Store credential........n6o96nl53vzkm36d / bpvifyjz73xwhot4

registerdatastore

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Der Data Store speichert Informationen über die Namen der GIS Server-Site-Computer. Wenn Sie Ihre GIS Server-Site auf neue Computer verschieben (beispielsweise bei der Anschaffung neuer Hardware oder wenn die vorhandenen GIS Server-Computer ausgefallen sind), müssen Sie die Registrierung des Data Store bei der GIS Server-Site aufheben, um diese Informationen zu entfernen. Nachdem Sie GIS Server auf einem neuen Computer (oder auf neuen Computern) konfiguriert haben, können Sie den Data Store bei der GIS Server-Site mithilfe des Dienstprogramms "registerdatastore" registrieren.

Hinweis:

Mit dem Dienstprogramm "registerdatastore" erfolgt die Registrierung des Data Store bei der gleichen GIS Server-Site, bei der er auch vorher registriert war. Der Data Store enthält die Daten für die auf der vorhandenen GIS Server-Site gehosteten Layer. Im Falle einer Registrierung bei einer anderen GIS Server-Site werden die gehosteten Layer nicht neu erstellt.

Das Dienstprogramm "registerdatastore" kann auf dem primären Computer des Data Store vom Typ "relational" oder auf dem primären Computer eines Objektspeichers bzw. Data Store vom Typ "Kachel-Cache" ausgeführt werden, der sich im Primär/Standby-Modus befindet. Es kann auf einem beliebigen Computer in einem Data Store vom Typ "Kachel-Cache" oder in einem Objektspeicher im Cluster-Modus oder auf einem Computer eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausgeführt werden.

Syntax

registerdatastore <ArcGIS Server URL> <ArcGIS Server site administrator username> <ArcGIS Server site administrator password> --stores {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}

Diese Vorgehensweise wird zwar nicht empfohlen, aber wenn mehrere unterschiedliche Data-Store-Typen auf demselben Computer installiert sind, können Sie diese gleichzeitig registrieren, indem Sie die Data-Store-Typen durch Kommas getrennt (ohne Leerstellen) angeben. Geben Sie z. B. --stores relational,tileCache ein.

Beispiel

In diesem Beispiel wird ein Data Store vom Typ "relational" bei einer GIS Server-Site mit der URL https://gisserver.domain.com:6443 erneut registriert. Der Benutzername des Administrators für die primäre ArcGIS Server-Site lautet "agsadmin", das dazugehörige Kennwort "Tan$p0n".

./registerdatastore.sh https://gisserver.domain.com:6443 agsadmin Tan$p0n --stores relational

removemachine

Dieses Dienstprogramm wird mit Big Data Stores vom Typ "relational", "Kachel-Cache" und "spatiotemporal" sowie für Graph Stores verwendet.

Verwenden Sie das Dienstprogramm "removemachine", um einen Computer aus einem Data Store mit mehreren Computern zu entfernen. Das Dienstprogramm "removemachine" wird in den folgenden Szenarien verwendet:

  • Entfernen Sie einen Standby-Computer aus einem Data Store vom Typ "relational" oder aus einem Graph Store. Sie können dieses Dienstprogramm auf dem Standby-Computer oder dem primären Computer ausführen, falls der Standby-Computer nicht verfügbar ist.
  • Entfernen Sie einen Computer aus einem Data Store vom Typ "Kachel-Cache". Sie können dieses Dienstprogramm auf einem beliebigen Computer im Data Store vom Typ "Kachel-Cache" ausführen, jedoch nicht für einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache", der nur einen Computer enthält.
  • Entfernen Sie einen Computer aus einem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal". Sie können dieses Dienstprogramm auf einem beliebigen Computer im Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausführen, jedoch nicht für einen Big Data Store vom Typ "spatiotemporal", der nur einen Computer enthält.

Syntax

removemachine <machine name> --store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph} [--force {true | false}] [--prompt {yes | no}]

--force: Die Standardeinstellung ist "false". Geben Sie "true" für diese Option nur an, wenn die registrierte ArcGIS Server-Site nicht zur Verfügung steht.

--prompt: Die Standardeinstellung ist "yes". Wenn Sie die Aktion nicht bestätigen möchten, geben Sie für diese Option "no" an.

Beispiele

Im vorliegenden Beispiel wird gefour, der Big Data Store vom Typ "spatiotemporal"-Computer, aus dem Data Store entfernt.

./removemachine.sh gefour --store spatiotemporal

In diesem Beispiel ist die Hosting-Server-Site nicht verfügbar, und der Data-Store-Computer vom Typ "relational", "fsdata", wurde aus dem Data Store entfernt.

./removemachine.sh fsdata --store relational --force true

removestandbymachine

Vorversion:

Das Dienstprogramm "removestandbymachine" wird von Esri nicht mehr unterstützt. Es ist zwar noch vorhanden, um die Ausführung vorhandener Skripte zu ermöglichen, Sie sollten jedoch stattdessen das Dienstprogramm removemachine verwenden.

restoredatastore

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Sollten Sie den Zugriff auf die Daten verlieren, die von den gehosteten Layern verwendet werden, können Sie den Data Store mithilfe der Sicherungsdateien und dem Dienstprogramm "restoredatastore" wiederherstellen.

Falls Sie den Data Store nicht wiederherstellen können, installieren Sie ArcGIS Data Store auf einem neuen Computer, konfigurieren Sie den Data Store nicht, und führen Sie eine Wiederherstellung der letzten vollständigen Sicherung auf dem neuen Computer durch.

Wenn Sie einen Data Store vom Typ "relational" verwenden und die gehosteten Feature-Layer-Daten eines bestimmten Zeitpunktes in der Vergangenheit wiederherstellen möchten, führen Sie die Wiederherstellung auf dem bestehenden Data Store vom Typ "relational" durch. Beachten Sie, dass Sie eine Wiederherstellung nur in einen vorherigen Zustand des Data Store vom Typ "relational" durchführen können, für den Sicherungsdateien verfügbar sind. Wenn Sie beispielsweise Sicherungen lediglich fünf Tage aufbewahren, dann können Sie den Data Store nur auf einen Zeitpunkt innerhalb dieser fünf Tage zurücksetzen.

Wenn Sie einen der Computer in einem mehrere Computer umfassenden Data Store vom Typ "Kachel-Cache" ersetzen müssen, werden Sie wahrscheinlich die Szenen-Layer-Caches im gesamten Data Store vom Typ "Kachel-Cache" neu verteilen müssen. Dies erfordert das Wiederherstellen des Data Store vom Typ "Kachel-Cache", indem Sie die Option replicatedata auf true festlegen. Anweisungen finden Sie unter Wiederherstellen eines Data Store.

Das Dienstprogramm "restoredatastore" kann nur auf dem primären Computer des Data Store vom Typ "relational" ausgeführt werden. Das Dienstprogramm kann auf einem beliebigen Computer eines Data Store vom Typ "Kachel-Cache", eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal", eines Graph Store oder eines Objektspeichers ausgeführt werden.

Syntax

restoredatastore [options]

Folgende Optionen werden unterstützt:

  • [--store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}]: Gibt den Typ des Data Store an, den Sie wiederherstellen möchten.
  • [--target {most-recent | <yyy-mm-dd-hh:mm:ss> | <name of backup file>}]: Alle Data-Store-Typen unterstützen den Sicherungsdateinamen mit der Option target. Zeitstempel und most-recent werden nur für Data Stores vom Typ "relational" unterstützt.
  • [--source-loc <parent directory of the source backup file location>]: Dies ist das Verzeichnis der obersten Ebene, in dem sich die Sicherungsdateien befinden, die Sie zum Wiederherstellen des Data Store verwenden möchten. Dabei handelt es sich um den Pfad zu einer Dateifreigabe, den Namen eines Sicherungsspeichers oder einen Amazon S3- oder Azure-BLOB-Speicher-Sicherungsspeicher.

    Tipp:

    Sie können das Dienstprogramm "configurebackuplocation" mit der Einstellung list für die Option --operation ausführen, um die Quellverzeichnisse für Sicherungen abzurufen. Wenn Sie das Dienstprogramm "configurebackuplocation" nicht ausführen können, weil z. B. der Data-Store-Computer abgestürzt ist und Sie die Wiederherstellung auf einem neuen Computer durchführen, um den Data Store wiederherzustellen, können Sie das Quellverzeichnis der Sicherung anhand des Vorhandenseins einer Datei namens agsds_backup_sig identifizieren.

  • [--bound {true | false}]: Die Option --bound wird nur für Data Stores vom Typ "relational" unterstützt.
  • [--data-dir <new data store directory>]: Dies ist das ArcGIS Data Store-Verzeichnis auf dem Computer, auf dem die Datenbank wiederhergestellt wird. Verwenden Sie --data-dir, wenn Sie den Data Store auf einem neuen Computer wiederherstellen möchten. Für eine Wiederherstellung auf einem neuen Computer müssen Sie die Option --source-loc angeben.
  • [--server-url <ArcGIS Server URL registered with data store>]: Wenn Sie --bound true angeben, um den Data Store bei der gleichen GIS Server-Site registriert zu lassen, bei der er bei Erstellung der Sicherung registriert war, geben Sie die URL dieser GIS Server-Site an. Wenn Sie --bound true festlegen und die Services auf eine neue GIS Server-Site verschoben haben, verwenden Sie die Option --server-url, um die URL der neuen GIS Server-Site anzugeben. Beachten Sie, dass die Daten im Data Store nicht zugänglich sind, wenn Sie eine neue Site-URL angeben und die Services nicht auf diesen neuen Server verschoben haben.
  • [--server-admin <username of ArcGIS Server admin>]: Diese Option ist erforderlich, wenn Sie --bound true angeben oder die Option --bound nicht angeben. Geben Sie den Benutzernamen des ArcGIS Server-Administrators an.
  • [--server-password <password of ArcGIS Server admin>]: Diese Option ist erforderlich, wenn Sie --bound true angeben oder die Option --bound nicht angeben. Geben Sie das Kennwort für den ArcGIS Server-Administrator an.
  • [--loaddata {true | false}]: Wird mit Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" und mit Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" sowie Graph Stores und Objektspeichern unterstützt. Stellen Sie für diese Option false ein, wenn Sie den Data Store auf mehreren neuen Computern wiederherstellen möchten, die Daten jedoch nicht auf den ersten Computer passen. Auf diese Weise können Sie das Schema des Data Store wiederherstellen, weitere Computer zum Data Store hinzufügen, damit alle Daten aufgenommen werden können, und anschließend das Dienstprogramm restoredatastore erneut ausführen, wobei --loaddata auf true eingestellt ist, um die Daten wiederherzustellen. Die Standardeinstellung für diese Option ist true.
  • [--replicatedata {true | false}]: Wird für Data Stores vom Typ "Kachel-Cache" unterstützt. Legen Sie diese Option auf true fest, wenn Sie die Szenen-Cache-Dateien neu verteilen müssen, nachdem Sie dem Data Store vom Typ "Kachel-Cache" einen Computer hinzugefügt haben.
  • [--mode {primaryStandby | cluster}]: Wenn Sie einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" auf einem neuen Computer wiederherstellen, geben Sie an, ob Sie einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" mit zwei Computern (primaryStandby) für hohe Verfügbarkeit oder einen skalierbaren Data Store vom Typ "Kachel-Cache" mit mehreren Computern (cluster) wiederherstellen möchten.
  • [--prompt {yes | no}]

Bei der Wiederherstellung nach einem Absturz oder zum Verschieben des Data Store vom Typ "relational" geben Sie --target most-recent an. Wenn Sie einen Data Store vom Typ "relational" eines bestimmten Zeitpunktes wiederherstellen möchten, geben Sie das gewünschte Datum und die Uhrzeit (UTC) an. Soll eine bestimmte Sicherungsdatei wiederhergestellt werden, geben Sie stattdessen den Namen dieser Datei an. Wenn Sie nichts Bestimmtes angeben, wird die neueste Sicherung wiederhergestellt.

Der wiederhergestellte Data Store ist standardmäßig seiner GIS Server-Site zugeordnet (daran gebunden). Möchten Sie jedoch den Data Store wiederherstellen, ohne die Zuordnung zur bisherigen GIS Server-Site beizubehalten, geben Sie --bound false an. Wählen Sie diese Variante nur als letzten Ausweg, wenn die frühere GIS Server-Site verloren gegangen und nicht wiederherstellbar ist. Stellen Sie dafür den Data Store ungebunden wieder her, und konfigurieren Sie ihn mit einer neuen verbundenen GIS Server-Site. Die Layer, die die im Data Store enthaltenen Daten genutzt haben, sind danach allerdings verschwunden. Sie müssten eine Verbindung mit der Data-Store-Datenbank herstellen, um die Daten in ein anderes Format zu extrahieren und in ArcGIS Enterprise erneut zu veröffentlichen.

Beispiele

In diesem Beispiel befindet sich die letzte Sicherung in einem Sicherungsspeicher namens "rdsbackups", und die Wiederherstellung erfolgt im vorhandenen Data Store. Da der Data Store ein Data Store vom Typ "relational" ist und standardmäßig an die GIS Server-Site gebunden bleibt, bei der er registriert wurde, müssen Sie --store relational oder --bound true nicht angeben. Sie müssen jedoch die GIS Server-URL und Administratoranmeldedaten angeben.

./restoredatastore.sh --target most-recent --source-loc rdsbackups --server-url https://gisserver.domain.com:6443 
--server-admin siteadmin --server-password SAup.4s

You are attempting to restore the data store from a data store backup. This process could take a long time, 
depending on the size of your data. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

In diesem Beispiel wird ein Data Store vom Typ "relational", dessen Wiederherstellung auf einen bestimmten Zeitpunkt aktiviert ist, aus dem Sicherungsspeicher des Data Store vom Typ "relational" in einer Netzwerkfreigabe auf den Zustand vom 17. Juli 2014 um 14:30 Uhr (UTC) wiederhergestellt.

./restoredatastore.sh --target 2014-07-17-14:30:00 --source-loc /net/sharedserver/entbackups/relds  --server-url https://gisserver.domain.com:6443 
--server-admin siteadmin --server-password SAup.4s

You are attempting to restore the data store from a data store backup. This process could take a long time, 
depending on the size of your data. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

In diesem Fall wird der Data Store vom Typ "relational" mit einer Sicherungsdatei namens "movedatastore" auf einem neuen Computer wiederhergestellt. Wenn die Wiederherstellung auf einem neuen Computer erfolgt, müssen Sie den Speicherort der Sicherungsdatei und den Speicherort des neuen ArcGIS Data Store-Datenverzeichnisses angeben. Da die gehosteten Feature-Services weiter auf der GIS Server-Site ausgeführt werden, bei der der Data Store vom Typ "relational" registriert ist, wird --bound true nicht benötigt; die GIS ServerURL und die Administratoranmeldedaten müssen jedoch angegeben werden.

./restoredatastore.sh --target movedatastore --source-loc /net/buserver/data/backups --data-dir /usr/datastore 
--server-url https://gisserver.domain.com:6443 --server-admin siteadmin --server-password SAup.4s

You are attempting to restore the data store from a data store backup. This process could take a long time, 
depending on the size of your data. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

Im folgenden Beispiel wird der Data Store vom Typ "Kachel-Cache" auf einem neuen Computer wiederhergestellt. Wenn die Wiederherstellung auf einem neuen Computer erfolgt, müssen Sie den Speicherort der Sicherungsdatei und den Speicherort des neuen ArcGIS Data Store-Datenverzeichnisses angeben. Da die Szenen-Services weiter auf der GIS Server-Site ausgeführt werden, bei der der Data Store vom Typ "Kachel-Cache" registriert ist, wird --bound true nicht benötigt; die GIS Server-URL und die Administratoranmeldedaten müssen jedoch angegeben werden.

./restoredatastore.sh --store tilecache --source-loc /net/buserver/scenedata/backups --data-dir /usr/datastore --server-url https://gisserver.domain.com:6443 --server-admin siteadmin --server-password SAup.4s

You are attempting to restore the data store from a data store backup. This process could take a long time, 
depending on the size of your data. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

In diesem Beispiel wird der Data Store vom Typ "Kachel-Cache" aus einer Datei mit dem Namen "mybackupfilename" wiederhergestellt, um die Szenen-Cache-Daten neu zu verteilen, nachdem dem Data Store vom Typ "Kachel-Cache" ein neuer Computer hinzugefügt wurde.

./restoredatastore.sh --store tilecache --target mybackupfilename --serverurl https://gisserver.domain.com:6443 --server-admin siteadmin --server-password myAdminPWd! --replicatedata true

You are attempting to restore the data store from a data store backup. This process could take a long time, 
depending on the size of your data. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

Im folgenden Beispiel wird die Sicherungsdatei "bds1" eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" aus einem Sicherungsspeicher namens "awsloc" wiederhergestellt.

./restoredatastore.sh --target bds1 --store spatiotemporal --source-loc 'name=awsloc' --server-url https://gisserver.domain.com:6443 --server-admin siteadmin --server-password SAup.4s

You are attempting to restore the data store from a data store backup. This process could take a long time, 
depending on the size of your data. Please do not interrupt the process once it has started.

Do you want to continue (Yes or No)?Yes

Die einzelnen Schritte und ein Beispiel zur Wiederherstellung eines Big Data Store nach einem Hardware-Ausfall finden Sie unter Wiederherstellen eines Data Store.

revokeconnection

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "relational" verwendet.

Wenn Sie für einen anderen Client mithilfe des Dienstprogramms allowconnection die direkte Verbindung zum Data Store vom Typ "relational" vorübergehend zugelassen haben, können Sie diese Verbindungserlaubnis mithilfe des Dienstprogramms "revokeconnection" widerrufen.

Das Dienstprogramm "revokeconnection" kann nur auf dem primären Data-Store-Computer vom Typ "relational" ausgeführt werden.

Syntax

revokeconnection <host name> <username> [<database>]

Beispiel

In diesem Beispiel lässt die Data-Store-Datenbank Verbindungen vom workcom-Computer für den angemeldeten Benutzer "hqo.n_1E7" nicht länger zu.

./revokeconnection.sh workcom bn0_3Wa.m hqo.n_1E7

unregisterdatastore

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Mit dem Dienstprogramm "unregisterdatabase" können Sie Folgendes tun:

  • Heben Sie die Registrierung eines aus einem einzelnen Computer bestehenden Data Store eines beliebigen Typs bei der GIS Server-Hosting-Site auf.

    Nach dem Aufheben der Registrierung eines Objektspeichers müssen Sie den Hosting-Server neu starten.

  • In Data Stores, die im Primär/Standby-Modus ausgeführt werden, können Sie die Registrierung des primären Computers aufheben, nachdem Sie den Standby-Computer entfernt haben.
  • Bei Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" und Data Stores vom Typ "Kachel-Cache", die im Cluster-Modus ausgeführt werden, können Sie die Registrierung des letzten Computers aufheben, nachdem Sie alle anderen Computer im Cluster entfernt haben.

Hinweis:

Wenn Sie die Registrierung des Data Store aufheben, um ihn endgültig aus der Bereitstellung zu entfernen, löschen Sie die gehosteten Layer, für die die Daten verwendet werden, bevor Sie die Registrierung dieses Data Store aufheben. Wenn beispielsweise Organisationsmitlieder GeoAnalytics Tools testen und den Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" für die von den Werkzeugen erstellten Layer verwenden, aber festgelegt haben, dass die Layer stattdessen im Data Store vom Typ "relational" gespeichert werden können, löschen Sie die gehosteten Test-Feature-Layer vom Typ "spatiotemporal", bevor Sie die Registrierung des Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" aufheben. Falls Sie dies unterlassen, werden im Portal unbrauchbare Layer-Elemente zurückbleiben und unbrauchbare Services auf dem Hosting-Server laufen.

Wenn Sie die Registrierung eines Computers im Data Store aufheben, kann die GIS Server-Hosting-Site (oder bei Wissensgraphen die ArcGIS Knowledge Server-Site) keine Verbindung zu dem Computer mehr herstellen, und alle Services, die Daten aus dem nicht länger registrierten Data Store enthalten, stellen ihre Funktion ein. Mit diesem Dienstprogramm werden die Daten jedoch nicht gelöscht. Wenn Sie feststellen, dass Sie den Data Store weiterhin benötigen, können Sie ihn mit dem Dienstprogramm registerdatastore oder configuredatastore wieder hinzufügen.

Syntax

unregisterdatastore --stores {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object} [--prompt {yes | no}]

Wenn auf dem gleichen Computer verschiedene Data-Store-Typen installiert sind und die Registrierung für mehrere gleichzeitig aufgehoben werden soll, geben Sie die einzelnen Data-Store-Typen durch Kommas getrennt an (ohne Leerzeichen). Um beispielsweise die Registrierung eines Data Store vom Typ "relational" oder "Kachel-Cache" aufzuheben, geben Sie --stores relational,tileCache ein.

Beispiel

Hier wird das Dienstprogramm "unregisterdatastore" ausgeführt, um die Registrierung von Data Stores vom Typ "relational" oder "Kachel-Cache" bei der GIS Server-Hosting-Site aufzuheben. Daraufhin wird standardmäßig eine Eingabeaufforderung zurückgegeben. Um die Eingabeaufforderung zu unterdrücken, geben Sie --prompt No an.

./unregisterdatastore.sh --stores relational,tileCache

You are going to unregister the data store.
Do you want to continue (Yes or No)?Yes

updatebackupretaindays

Dieses Dienstprogramm wird mit Data Stores vom Typ "relational" verwendet.

ArcGIS Data Store bewahrt Sicherungsdateien des Data Store vom Typ "relational" standardmäßig sieben Tage lang auf. Sie können die Einstellung, wie oft Sicherungsdateien aus dem Sicherungsverzeichnis bereinigt werden sollen, mithilfe des Dienstprogramms "updatebackupretaindays" ändern.

Das Dienstprogramm "updatebackupretaindays" kann nur auf dem primären Data-Store-Computer vom Typ "relational" ausgeführt werden.

Syntax

updatebackupretaindays <number of days>

Beispiel

Im folgenden Beispiel wird die Aufbewahrungsdauer für Sicherungsdateien auf 10 Tage geändert:

./updatebackupretaindays.sh 10

updatebackupschedule

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Standardmäßig erfolgt in ArcGIS Data Store alle vier Tage eine vollständige Sicherung des Data Store vom Typ "relational". Mithilfe des Dienstprogramms "updatebackupretaindays" können Sie die Erstellungshäufigkeit einer vollständigen Sicherung ändern.

Bei Data Stores vom Typ "Kachel-Cache", Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" oder Graph Stores gehören automatische Sicherungen nicht zu den Standardeinstellungen. Um für Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" einen Plan für automatische Sicherungen zu erstellen, müssen Sie zunächst einen gültigen Sicherungsspeicher festlegen.

Geben Sie eine Anfangszeit im 24-Stunden-Format an, z. B. 00:00:00 für Mitternacht und 13:00:00 für 13 Uhr. Mithilfe der Option frequency können Sie den Abstand zwischen den Sicherungen in Tagen angeben. Wenn Sie die Häufigkeit auf 0 setzen, werden automatische Sicherungen deaktiviert. Wenn Sie automatische Sicherungen deaktivieren möchten, sollten Sie das Dienstprogramm backupdatastore ausführen, um vollständige Sicherungen manuell vorzunehmen.

Das Dienstprogramm "updatebackupschedule" kann nur auf dem primären Computer des Data Store vom Typ "relational" ausgeführt werden. Das Werkzeug kann auf einem beliebigen Computer eines Data Store vom Typ "Kachel-Cache" oder eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausgeführt werden.

Weitere Informationen zu ArcGIS Data Store-Sicherungen finden Sie unter Verwalten von Data-Store-Sicherungen.

Syntax

updatebackupschedule [--store {relational | tileCache | spatiotemporal | graph | object}] [--starttime <local server time>] --frequency <number of days>

Falls Sie keine neue Startzeit festlegen, bleibt die vorhandene Einstellung unverändert. Wenn Sie keinen Data-Store-Typ festlegen, wird "Data Store vom Typ "relational"" angenommen.

Beispiele

In diesem Beispiel werden vollständige Sicherungen eines Data Store vom Typ "relational" alle 10 Tage um 23 Uhr (lokale Serverzeit) durchgeführt:

./updatebackupschedule.sh --starttime 23:00:00 --frequency 10

In diesem Beispiel wird ein Sicherungsplan für einen Data Store vom Typ "Kachel-Cache" festgelegt. Nachdem eine anfängliche Sicherungskopie von allen Data-Store-Datenbanken vom Typ "Kachel-Cache" erstellt wurde, kopiert ArcGIS Data Store neu erstellte Data-Store-Datenbanken alle 14 Tage an den Speicherort, der mit dem Dienstprogramm configurebackuplocation festgelegt wird.

./updatebackupschedule.sh --store tileCache --frequency 14

updatesslcertificate

Dieses Dienstprogramm wird mit allen Data-Store-Typen verwendet.

Das für die Authentifizierung der Kommunikation zwischen dem Hosting-Server und dem Data Store sowie zwischen Data-Store-Computern verwendete selbstsignierte Zertifikat können Sie durch ein Zertifikat, das von einer Zertifizierungsstelle (CA) ausgefertigt wurde, oder ein Domänenzertifikat ersetzen.

Weitere Informationen finden Sie unter Ersetzen des ArcGIS Data Store-SSL-Zertifikats.

Syntax

updatesslcertificate <source certificate file name with path> <password for the source certificate file> <alias for the certificate>

Beispiel

Nachdem Sie das Zertifikat einer Zertifizierungsstelle erhalten haben, führen Sie "updatesslcertificate" aus, um das von dem ArcGIS Data Store selbstsignierte Zertifikat zu ersetzen.

./updatesslcertificate.sh /usr/files/mysignedcert.pfx "ps4mycert" dsmachinename

upgradedatasource

Dieses Dienstprogramm wird mit Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" verwendet.

Aufgrund eines Bug in 10.8.1 werden ArcGIS GeoEvent Server-Kartenservices, die eine Quadrat- oder Sechseckaggregation verwenden, nach einem Upgrade auf 10.9 oder höher nicht gerendert. Um dies zu korrigieren, führen Sie das Dienstprogramm "upgradedatasource" aus, um die mit den Quelldaten für diese GeoEvent Server-Kartenservices verknüpften Indizes zu aktualisieren.

Während die Indizes aktualisiert werden, kann auf die Kartenservices nicht zugegriffen werden.

Das Dienstprogramm "upgradedatasource" kann auf einem beliebigen Computer im Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" ausgeführt werden.

Syntax

upgradedatasource [<service name>]

Beispiele

In diesem Beispiel werden alle Quellen von GeoEvent Server-Kartenservices aktualisiert:

./upgradedatasource

In diesem Beispiel aktualisiert das Dienstprogramm "upgradedatasource" die Indizes, die bei der Rekonstruktion von GeoEvent Server-Kartenservices verwendet werden. Der Service-Name wurde mit dem Dienstprogramm listdatasources ermittelt.

./upgradedatasource recon