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Systemanforderungen für ArcGIS Data Pipelines Server 12.0

Im Folgenden werden die für ArcGIS Data Pipelines Server erforderlichen System- und Hardwareanforderungen aufgeführt.

Weitere Informationen zur Installation von ArcGIS Data Pipelines Server finden Sie unter Installieren von ArcGIS Data Pipelines Server mit der Installationsanweisung.

Weitere Informationen zu den Funktionen von ArcGIS Data Pipelines finden Sie unter Einführung in ArcGIS Data Pipelines.

Hinweis:
In ArcGIS Enterprise 12.0 handelt es sich bei ArcGIS Data Pipelines um eine Beta-Funktion. Im Beta-Stadium ist diese Funktion u. U. noch nicht vollständig und weist bekannte Performance- oder Qualitätsprobleme auf. Diese werden nicht durch den technischen Support von Esri abgedeckt. In der Early Adopter Community für die Beta-Funktionen von ArcGIS Enterprise 12.0 können Sie Feedback zu dieser Funktion geben.

Hardwareanforderungen

Für ArcGIS Data Pipelines Server sind mindestens 16 GB pro Computer erforderlich.

Für eine Produktionsumgebung sind keine Hardwarevoraussetzungen aufgeführt, da die Benutzer- und Business-Anforderungen der Software variieren können. Diese Anforderungen müssen bei der Bestimmung der Hardwareanforderungen berücksichtigt werden, um den Erwartungen an Performance und Skalierbarkeit zu entsprechen.

Port-Verfügbarkeit

ArcGIS Data Pipelines Server kommuniziert mit ArcGIS Enterprise über HTTPS-Port 14443. Überprüfen Sie vor der Installation der Software, ob der HTTPS-Port 14443 auf dem ArcGIS Data Pipelines Server-Computer verfügbar und in Ihrer Firewall geöffnet ist. 

Zusätzlich kommuniziert ArcGIS Data Pipelines Server intern über zufällige kurzlebige Ports, die vom Betriebssystem ausgewählt werden. Diese Ports werden nur intern verwendet und erfordern keine Firewall-Einstellungen. Sie sind zum Herstellen der Verbindung mit dem ArcGIS Data Pipelines-Editor und zum Ausführen von Data Pipelines erforderlich.

Für die Kommunikation mit der verbundenen ArcGIS Enterprise-Bereitstellung benötigt ArcGIS Data Pipelines Server Zugriff auf ArcGIS Server und Portal for ArcGIS über die HTTPS-Ports 6443 bzw. 7443.

Hinweis:
Diese Komponente stellt nur ein Teilelement einer ArcGIS Enterprise-Bereitstellung dar. Ein Schema und Links zu Informationen zu den Ports, die für die Kommunikation mit anderen Komponenten in ArcGIS Enterprise erforderlich sind, finden Sie in den ArcGIS Enterprise-Systemanforderungen.

Erforderlicher temporärer Speicherplatz

Standardmäßig werden Ressourcen in das Systemverzeichnis /tmp extrahiert. Für dieses Verzeichnis müssen die Berechtigungen zum Lesen, Schreiben und Ausführen aktiviert sein. Wenn der erforderliche Speicherplatz im Verzeichnis /tmp nicht verfügbar ist, versucht das Setup-Programm, Installationsprogrammressourcen in das HOME-Verzeichnis des Benutzers zu extrahieren. Wenn der erforderliche Speicherplatz im Stammverzeichnis des Benutzers nicht verfügbar ist, meldet das Setup-Programm einen Fehler. Sie können auch ein temporäres Verzeichnis angeben, indem Sie die Umgebungsvariable IATEMPDIR festlegen.

Anforderungen an das Linux-Betriebssystem

In verschiedenen Spezifikationen für Internet-Hostnamen sind Unterstriche als nicht standardmäßig deklariert. Hostnamen mit Unterstrichen können zu Problemen bei der Interaktion mit anderen Servern und Plattformen führen. Aus diesem Grund kann ArcGIS Data Pipelines Server nicht auf Servern installiert werden, die einen Unterstrich im Hostnamen haben.

Das Betriebssystem Ihrer ArcGIS Data Pipelines Server-Computer ist möglicherweise nicht dasselbe wie auf anderen Computern in Ihrer ArcGIS Enterprise-Bereitstellung.

Die folgenden 64-Bit-Betriebssysteme erfüllen die minimalen Betriebssystemanforderungen.

ArcGIS Data Pipelines Server wird nur unter Linux x86_64 mit CPUs, die der x86_64-Architektur (64 Bit) entsprechen, und nur mit den angegebenen Linux-Versionen unterstützt.

Sie können die Software nicht als Root-Benutzer installieren. Wenn Sie es dennoch versuchen, wird die Installation nicht fortgesetzt, und es wird ein Softwarediagnosewerkzeug mit einer Fehlermeldung angezeigt, die angibt, dass die Installation als Root-Benutzer nicht möglich ist.

Die folgenden 64-Bit-Betriebssysteme erfüllen die minimalen Betriebssystemanforderungen.

Unterstütztes BetriebssystemNeueste getestete Aktualisierung oder neuestes getestetes Service Pack

Red Hat Enterprise Linux Server 9

Update 6

AlmaLinux 9

Update 6

SUSE Linux Enterprise Server 15

Service Pack 7

Ubuntu Server 24.04 LTS

24.04.2

Ubuntu Server 22.04 LTS

22.04.5

Oracle Linux 9

Update 6

Rocky Linux 9

Update 6

Frühere und künftige Aktualisierungen oder Service Packs für diese Betriebssystemversionen werden unterstützt und gelten als funktionsfähig, sofern nichts anderes angegeben ist. Die Betriebssystemversion und -aktualisierungen müssen ebenfalls vom Betriebssystem-Provider unterstützt werden.

Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse

ArcGIS Data Pipelines Server ist ein datenintensives Serverprodukt, und viele seiner Datenformate bestehen aus Dateien mit hoher sechsstelliger Anzahl. In stark genutzten Systemen kann es vorkommen, dass tausende oder zehntausende Dateien gleichzeitig verwendet werden. Wenn nicht genügend Datei-Handles und Prozesse vorhanden sind, werden Anforderungen ggf. nicht mehr verarbeitet, was zu Systemausfallzeiten führen kann. Die tatsächlich benötigte Anzahl von Datei-Handles und Prozessen variiert basierend auf den Daten und der Anzahl der ausgeführten Instanzen (Threads/Prozesse). Durch Festlegen eines Datei-Handle-Grenzwertes auf 65.535 und eines Prozessgrenzwertes auf 25.059 stellen Sie den ordnungsgemäßen Betrieb des Systems sicher.

Für Datei-Handles und Prozesse unter Linux sind harte und weiche Grenzwerte festgelegt. Zum Festlegen der harten Grenzwerte verwenden Sie den Befehl ulimit -Hn -Hu (oder limit -h descriptors bei Verwendung von CSH). Zum Festlegen der weichen Grenzwerte verwenden Sie den Befehl ulimit -Sn -Su (oder limit-Deskriptoren bei Verwendung von CSH).

Zum Erhöhen der weichen und harten Grenzwerte müssen Sie die Datei /etc/security/limits.conf mit Berechtigung als Superuser in einem Editor bearbeiten. Sie können der Datei beispielsweise vier Zeilen wie folgt hinzufügen und die Grenzwerte ändern:

<ArcGIS Data Pipelines Server installation user> soft nofile <file limit>
<ArcGIS Data Pipelines Server installation user> hard nofile <file limit>
<ArcGIS Data Pipelines Server installation user> soft nproc <process limit>
<ArcGIS Data Pipelines Server installation user> hard nproc <process limit>

Im Anschluss an diese Änderung müssen Sie sich abmelden und dann wieder mit dem entsprechenden Benutzernamen anmelden, damit die neuen Werte übernommen werden. Wenn Sie überprüfen möchten, ob die Grenzwerte ordnungsgemäß geändert wurden, verwenden Sie die Befehle ulimit -Hn -Hu und ulimit -Sn -Su wie oben beschrieben.

Wenn Sie "SystemD" zum Starten und Beenden des ArcGIS Data Pipelines Server-Service mit Bootstrap verwenden, überprüfen Sie, ob die Grenzwerte "DefaultLimitNOFILE" und "DefaultLimitNPROC" in der Datei /etc/systemd/system.conf auf "65536" bzw. "25059" festgelegt sind.

Cloud-Implementierung

Die ArcGIS Data Pipelines Server-Cloud-Implementierung wird derzeit von Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure unterstützt.

SSL-Zertifikate

ArcGIS Data Pipelines Server enthält standardmäßig ein vorkonfiguriertes selbstsigniertes Zertifikat, mit dem der Server zuerst getestet werden kann. So lässt sich mit dem Zertifikat schnell überprüfen, ob die Installation erfolgreich ausgeführt wurde.

Sie müssen ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle (CA) anfordern und dessen Verwendung auf ArcGIS Data Pipelines Server konfigurieren. Hierbei sollte es sich um ein von Ihrer Organisation ausgegebenes oder ein von einer Zertifizierungsstelle (CA) signiertes Zertifikat handeln. Das Zertifikat muss mit einem Subject Alternative Name (SAN) konfiguriert sein, sonst funktioniert ArcGIS Data Pipelines Server nicht ordnungsgemäß.

Portal for ArcGIS verfügt ebenfalls über ein vorkonfiguriertes, selbstsigniertes Zertifikat. Da Sie eine ArcGIS Data Pipelines Server-Site mit Ihrem Portal verbinden möchten, sollten Sie ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle anfordern und das Portal für dessen Verwendung konfigurieren.

Softwarevoraussetzungen

ArcGIS Data Pipelines Server erfordert eine Basisbereitstellung von ArcGIS Enterprise, die mit ArcGIS Enterprise lizenziert ist. Die ArcGIS Data Pipelines Server-Site muss mit ArcGIS Enterprise verbunden sein, damit sie betrieben werden kann. Der Betrieb einer eigenständigen ArcGIS Data Pipelines Server-Site ist nicht möglich.

Die ArcGIS Data Pipelines Server-Site muss auf einem separaten Computer installiert werden, der von anderen ArcGIS Enterprise-Komponenten getrennt ist. Auf sämtlichen Softwarekomponenten muss dieselbe Softwareversion verwendet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Erstinstallation oder um ein Upgrade von einer früheren Version handelt.

Gemäß den Anforderungen der Basisbereitstellung muss ArcGIS Data Store Store als Data Store vom Typ "relational" konfiguriert sein. Mit ArcGIS Data Pipelines werden gehostete Feature-Layer erstellt und aktualisiert, die im Data Store vom Typ "relational" gespeichert werden.

Empfehlungen für Domain Name System und Fully Qualified Domain Name

Es wird empfohlen, das DNS (Domain Name System) Ihrer Organisation so zu konfigurieren, dass FQDN-Einträge (Fully Qualified Domain Name) für die ArcGIS Data Pipelines Server-Site einbezogen werden. Das ArcGIS Enterprise-Portal fordert den FQDN Ihrer Server-Site an, wenn Sie eine Verbindung herstellen.

Unterstützte Webbrowser

Der ArcGIS Data Pipelines Server-Installationsassistent wird von allen Webbrowsern unterstützt, z. B. den folgenden:

  • Google Chrome Version 138 und höher
  • Microsoft Edge Version 138 und höher
  • Mozilla Firefox-Version 142 und höher
  • Mozilla Firefox-Version 140 (ESR)
  • Safari-Version 18 und höher