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Aktionen nach der Bereitstellung

Das standardmäßige Geoportal wird mit Standardwerten implementiert. Es empfiehlt sich dringend, dass alle Benutzer etwaige Änderungen an ihren Geoportal-Instanzen vornehmen, bevor sie es in einem Produktionssystem in Betrieb nehmen. Nachfolgend werden einige der wichtigsten Aktionen im Anschluss an die Bereitstellung beschrieben.

Anpassen der Benutzeroberfläche an das Erscheinungsbild Ihrer Organisation

Es ist wichtig, das Geoportal anzupassen und sein standardmäßiges Erscheinungsbild zu ändern, sodass es gut in die anderen Webseiten Ihrer Organisation integriert wird. Ausführliche Informationen zur Anpassung der Geoportal-Benutzeroberfläche erhalten Sie im Abschnitt zu den Geoportal-Anpassungen.

Ändern der standardmäßigen Benutzernamen und Kennwörter

Wenn Sie bei der Einrichtung des Geoportals die Installationsanweisungen genau befolgt haben, verwenden Sie wahrscheinlich standardmäßige Benutzernamen und Kennwörter, wie in den Installationsanweisungen beschrieben bzw. wie standardmäßig in der Konfigurationsdatei gpt.xml festgelegt. Wenn Sie diese Standardeinstellungen nicht ändern, kann Ihr Geoportal von jedem anderen Benutzer manipuliert werden, der ebenfalls über eine Geoportal-Instanz verfügt und somit den Standardbenutzernamen und das Standardkennwort kennt. Es empfiehlt sich deshalb dringend, den Benutzernamen und das Kennwort neu festzulegen, bevor Sie das Geoportal in Betrieb nehmen. Es ist zudem ratsam, Kennwörter in den Geoportal-Konfigurationsdateien zu verschlüsseln. Weitere Informationen zum Verschlüsseln von Kennwörtern finden Sie unter Verschlüsselungskonzepte.

Planen der Synchronisierung

Ein sich im Einsatz befindliches Geoportal stellt wahrscheinlich eine Verbindung zu anderen Metadaten-Repositories her, um Ressourcen im Geoportal-Katalog zu synchronisieren. Wenn Sie das Geoportal bereitstellen, sollten Sie planen, welche Repositories synchronisiert werden, wie oft sie synchronisiert werden und welche anderen Netzwerkressourcen registriert und synchronisiert werden sollten. Unter So veröffentlichen Sie Ressourcen erhalten Sie weitere Informationen zum Synchronisieren von Ressourcen.

Registrieren der Geoportal-Sitemap bei Suchmaschinen

Das Geoportal stellt automatisch eine Sitemap-Datei für das von Ihrer Organisation bereitgestellte Geoportal zur Verfügung. Eine Sitemap ist eine XML-Datei, die die Struktur einer Website aufzeigt und zusätzliche Informationen zu den Seiten innerhalb dieser Site bereitstellt. Wenn eine Sitemap an Suchmaschinen übermittelt wird, beispielsweise an Google, Yahoo! oder Microsoft, können Benutzer direkt über diese Suchmaschinen Datensätze aus dem Geoportal finden. Sitemap.org bietet eine hilfreiche Seite, auf der Sie erfahren, wie Sie Ihre Sitemap übermitteln. Sie können Ihre standardmäßige Geoportal-Sitemap anzeigen, indem Sie die unten stehende URL in einen Webbrowser einfügen. Ersetzen Sie dabei host durch den Namen des Webservers, port durch die Servlet-Engine-Portnummer und contextPath durch den Namen der Geoportal-Webanwendung (standardmäßig geoportal).

http://host:port/contextPath/sitemap
Hinweis:

Es werden nur Ressourcen in die Sitemap aufgenommen, deren Zugriffsstufe auf Öffentlich festgelegt ist.

Nachdem Sie diese URL aufgerufen haben, registrieren Sie die Antwort bei einer Suchmaschine Ihrer Wahl. Sie können die folgenden Sitemap-Einstellungen hier ändern: \\geoportal\WEB-INF\classes\gpt\config\gpt.xml. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Parametern erhalten Sie in den in der Datei gpt.xml enthaltenen Kommentaren.
  • sitemap.baseUrl: Basis-URL für Sitemap-Dateien
  • sitemap.documentUrlPattern: URL-Muster, das auf Dokumente innerhalb einer Sitemap verweist
  • sitemap.urlsPerIndexFile: maximale Anzahl an Sitemap-Dateien, auf die innerhalb der Sitemap-Indexdatei verwiesen werden kann
  • sitemap.urlsPerSitemapFile: maximale Anzahl an Dokumenten, auf die innerhalb einer einzelnen Sitemap-Datei verwiesen werden kann
  • sitemap.namespaceUri: Sitemap-Namespace-URI, Standard = http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9
  • sitemap.changefreg: angegebene Änderungshäufigkeit pro Dokumentverweis
  • sitemap.priority: angegebene Priorität pro Dokumentverweis, 0,0 -> 1,0

Verfügbarmachen des Geoportals für OpenSearch

Das Geoportal wird über OpenSearch verfügbar gemacht. Demzufolge unterstützen bestimmte Browser, beispielsweise Mozilla Firefox 3 und Internet Explorer 7, das Geoportal als Suchanbieter direkt über den Browser. Weitere Informationen zum Geoportal mit OpenSearch erhalten Sie unter Hinzufügen der Geoportal-Suche zu einer Liste mit Suchanbietern. Da die Benutzer wahrscheinlich viele Suchanbieter in ihren Browsern registriert haben, sollte der Name des Geoportal-Suchanbieters gut erkennbar sein. Gehen Sie wie folgt vor, um den Namen zu ändern, der in der Liste der Suchanbieter angezeigt wird:

  1. Navigieren Sie zum Ordner \\geoportal\WEB-INF\classes\gpt\resources.
  2. Öffnen Sie die Datei gpt.properties in einem Texteditor.
  3. Suchen Sie die Zeile OpenSearch resources.
  4. Ändern Sie im Parameter catalog.openSearch.shortName den zugewiesenen Text von Geoportal-Suche in einen Namen, der speziell auf Ihre Organisation zugeschnitten ist. Dieser Name wird dann standardmäßig als Name in der Liste der Suchanbieter auf der Browser-Benutzeroberfläche angezeigt. Ein guter shortName-Parameter sollte beispielsweise den Namen Ihrer Organisation enthalten.
  5. Sie können den dem Parameter catalog.openSearch.description zugewiesenen Text auch in eine Beschreibung speziell für Ihre Organisation ändern.
  6. Speichern Sie die Datei gpt.properties.
  7. Starten Sie die Geoportal-Webanwendung wieder.

Aktualisieren der Dienstanbieter-Information für CS-W

Wenn Sie den CS-W-Service des Geoportals beim ersten Mal über die "GetCapabilities"-Anforderung aufrufen (siehe Beispiel unten), wird eine Liste der Funktionen des Service angezeigt.

http://serverName:portNumber/geoportal/csw/discovery?Request=GetCapabilities&Service=CSW&Version=2.0.2
Sie sehen zudem Informationen zum Service, beispielsweise welche Organisation den Service bereitstellt, sowie Schlagwörter. Um diese Informationen so anzupassen, dass Sie auf Informationen für Ihre Organisation verweisen, müssen Sie zum Verzeichnis \\geoportal\WEB-INF\classes\gpt\metadata auf dem Geoportal-Server navigieren und die Datei cswCapabilities.xml entsprechend bearbeiten. Starten Sie die Geoportal-Webanwendung neu, und beim nächsten Zugriff auf die GetCapabilities-Anforderung sollten die aktualisierten Anbieterinformationen in der Antwort enthalten sein.

Unterstützung mehrerer Sprachen im CS-W-Capabilities-Dokument

Damit die INSPIRE-Anforderungen für Discovery Service-Metadaten und die Unterstützung mehrerer Sprachen erfüllt werden, müssen Sie weitere Änderungen an der Geoportal-Datei cswCapabilities.xml vornehmen. Navigieren Sie zum Verzeichnis \\geoportal\WEB-INF\classes\gpt\metadata\, und öffnen Sie die Datei cswCapabilities.xml. Diese Datei enthält zusätzliche Informationen, beispielsweise die Sprache für freie Textelemente und einen OGC-konformen Capabilities-Abschnitt mit der Bezeichnung ExtendedCapabilities. Die getCapabilities-Operation gemäß OGC CSW wird erweitert, um einen zusätzlichen LANGUAGE-Parameter (nur für HTTP GET-Bindung) zu unterstützen, der drei Buchstaben umfassende Sprachcodes gemäß ISO 639-2/T akzeptiert.

Beachten Sie, dass freie Textelemente ein xml:lang-Attribut aufweisen müssen. Dieses wird vom Geoportal verwendet, um zu ermitteln, welche Beschreibung mit einer bestimmten Sprache übereinstimmt. Um weitere sprachspezifische Elemente hinzuzufügen, erstellen Sie mit dem xml:lang-Attribut XML-Elemente, die die Sprache für die Elementwerte angeben. Die Datei cswCapabilities.xml enthält ein Beispiel für die GetCapabilities-Anforderung für Italienisch, und die im Beispiel enthaltenen XML-Elemente werden als Standard auskommentiert. Wenn Sie sehen möchten, wie das Beispiel für Italienisch funktioniert, müssen Sie die Auskommentierung für die XML-Elemente aufheben.

Das folgende XML-Fragment veranschaulicht, wie der Titel und die Kurzbeschreibung, also title und abstract, in Englisch und Italienisch beschrieben werden:

< ows:ServiceIdentification >
 < ows:Title xml:lang =" eng "> This is a Geoportal exposing INSPIRE Discovery service metadata capabilities </ ows:Title >
< ows:Title xml:lang =" ita "> Questo Geoportale espone un servizio di Discovery per INSPIRE </ ows:Title >
< ows:Abstract xml:lang =" eng "> A catalogue service that conforms to the HTTP protocol binding of the OpenGIS Catalogue Service ISO Metadata Application Profile specification (version 2.0.2) </ ows:Abstract >
< ows:Abstract xml:lang =" ita "> Un servizio di catalogo che si conforma al protocollo del servizio di catalogo di OpenGIS (versione 2.0.2) </ ows:Abstract >
 <!-- .... -->

Die zusätzlichen Elemente, die Sie im Abschnitt ExtendedCapabilities ausfüllen müssen, werden entsprechend INSPIRE Discovery Services Technical Guidance Version 3.1 definiert. Der Ausschnitt, der für den die Unterstützung mehrerer Sprachen relevant ist, ist derjenige, in dem die unterstützten Sprachen definiert werden. Im Folgenden finden Sie ein Beispiel für Englisch (Standardsprache) und Italienisch:

< inspire_ds:Languages >
< inspire_ds:Language default =" true "> eng </ inspire_ds:Language >
< inspire_ds:Language > ita </ inspire_ds:Language >
 </ inspire_ds:Languages >

Ein Beispiel für eine getCapabilities-Anforderung, die eine Antwort auf Italienisch anfordert, sehen Sie hier:

http://myServer:8080/geoportal/csw?request=getCapabilities&service=CSW&version=2.0.2&Language=ita
Falls die Sprache Italienisch (Code: ita) vom Geoportal unterstützt wird, gibt der Katalog ein Capabilities-Dokument zurück, in dem Titel und Kurzbeschreibung in italienischer Sprache enthalten sind. Anderenfalls werden der Titel und die Kurzbeschreibung in der Standardsprache zurückgegeben.

Unterstützung mehrerer Sprachen in den CSW-Ausnahmen

Damit mehrere Sprachen im Bericht für CSW-Ausnahmen unterstützt werden, müssen Sie sprachspezifische csw.properties-Dateien für sämtliche unterstützten Sprachen erstellen. Die sprachspezifischen Dateien sollten im Verzeichnis \\geoportal\WEB-INF\classes\gpt\resources gespeichert werden.

Das Geoportal erkennt und verwendet eine sprachspezifische csw.properties-Datei, wenn deren Dateiname einen Sprachcode enthält. Die Benennungsregel für eine sprachspezifische Eigenschaftsdatei ähnelt der bei der Lokalisierung des Texts der Geoportal-Benutzeroberfläche verwendeten Regel: csw_{sprachcode}.properties mit dem Unterschied, dass für den Namen der csw.properties-Datei ein aus drei Buchstaben bestehender Sprachcode verwendet wird. Wenn Sie beispielsweise Italienisch als unterstützte Sprache in Ihre CS-W-Eigenschaften aufnehmen möchten, müssen Sie die csw.properties-Datei csw_ita.properties nennen.

Am besten erstellen Sie eine sprachspezifische csw.properties-Datei, indem Sie die im Ressourcenordner vorhandene csw.properties-Datei kopieren und gemäß der oben stehenden Benennungsregel benennen. Öffnen Sie dann die Datei, und suchen Sie den Abschnitt "CSW exception codes". Übersetzen Sie die Zeichenfolgenwerte für die Ausnahmecodes in eine Zielsprache. Ein Beispiel finden Sie unten:

# CSW exception codes
catalog.csw.exceptionCode.InvalidFormat = [Italian] Invalid format
catalog.csw.exceptionCode.InvalidParameterValue  = [Italian] Invalid parameter value
catalog.csw.exceptionCode.MissingParameterValue =  [Italian]Missing parameter value
catalog.csw.exceptionCode.NoApplicableCode = [Italian]An exception occurred with no applicable code
catalog.csw.exceptionCode.OperationNotSupported = [Italian] Operation not supported
catalog.csw.exceptionCode.ResourceNotFound = [Italian] Resource not found
catalog.csw.exceptionCode.VersionNegotiationFailed = [Italian] Version negotiation failed